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Ökumenischer
Domladen
Bautzen
e.V.
.
Aktuelles
2024 bis 2025
.Weihnachten
- ein Lichtstrahl als Einladung

Eine
leuchtende Linie verbindet oben und unten, Dunkelheit und
Helle, Abstraktion und Ornament.
Mit
künstlerischen Mitteln zeigt die Licht- und Videoinstallation
„Netz“ der weißrussischen Künstlerin Anna Sokolowa im weiten
Raum der Kunst-Station Sankt Peter Köln, was Weihnachten
bedeuten kann. Eine ungreifbare Macht bricht plötzlich in
unsere dunkle Welt ein – und lässt das, was eben noch grau
war, in neuem Glanz erstrahlen. Die abstrakte Lichtlinie wird
zum Bild für die Geburt Jesu, das uns auch heute einen neuen
Weg aufzeigen will – aus einer Welt, die sich oft genug dunkel
anfühlt, hin zum leuchtenden Frieden. Biblisch gesprochen ist
es „das aufstrahlende Licht aus der Höhe, um allen zu
leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes,
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens“ (Lk
1,78f.). (Kunst-Station Sankt Peter Köln)
Frohe
Weihnachten und ein friedvolles 2026
Peter
Straube
.Bautzner
Reden - Hendrik Cremer

.Ivonne
Hübner liest aus ihrem Roman: "Aus Salz und
Asche"
So
funkelnd wie geschliffenes Glas - die Geschichte einer großen,
zerbrechlichen Liebe zu Beginn des 20. Jahrhunderts in
Niederschlesien. Ivonne Hübner schafft es, eine mitreißende
Liebesgeschichte in den größeren Kontext historischer
Ereignisse einzubetten.
Im Roman, der im Jahr 1905 beginnt, beleuchtet die Autorin die
oft vernachlässigten Arbeitsbedingungen in den Glashütten. Das
Publikum des Abends erhält damit auch einen tiefen Einblick in
die harte Realität der Glasbläser, die sich für einen kargen
Lohn aufopfern, um ihre Familien zu ernähren.
Ort:
Ökumenischer Domladen Bautzen, An den
Fleischbänken 5, 02625 Bautzen
Wann: Mittwoch, 12. November 2025, 19 Uhr
Wir
laden Sie herzlich ein.
.Filmabend
Am
Montag, dem 20. Oktober 2025, 19 Uhr, lädt der
Ökumenische Domladen zum nächsten Filmabend ein. Es wird der
Spielfilm „Glück auf einer Skala von 1 bis 10“ von
Bernard Campan und Alexandre Jollien (Frankreich/Schweiz 2021)
gezeigt.
Igor lebt allein und jobbt als Fahrradkurier für Biogemüse.
Ein paar mehr Kontakte zu anderen Menschen wären schön, aber
ansonsten ist der körperlich behinderte Hobby-Philosoph nicht
unglücklich. Louis hingegen ist ein Unternehmer, ein
Workaholic, der vor lauter Arbeit in seiner Bestattungsfirma
die Lebensfreude vergessen hat. Als er Igor auf seinem Fahrrad
anfährt, ist ihm das doppelt peinlich: zum einen wegen seiner
Unachtsamkeit, zum anderen, weil er offensichtlich einen
Menschen mit Behinderung verletzt hat. Ein Unfall mit
überraschenden Folgen, denn Igor hat sich in den Kopf gesetzt,
dass Louis ein perfekter neuer Freund für ihn wird und Igor
ist sehr hartnäckig sein. So kommt es, dass Louis und Igor zu
einer abenteuerlichen Reise aufbrechen, die ihr Leben
ordentlich auf den Kopf stellt.
Der Film erzählt mit viel Humor von einer außergewöhnlichen
Freundschaft, die mit Vorurteilen gründlich aufräumt, und vor
allem eines feiert: das Leben an sich. Mit Witz und Charme
erzählt er die Geschichte einer außergewöhnlichen
Freundschaft. Der Film behandelt tiefgründige Themen wie den
Tod, der in unserer Gesellschaft allgegenwärtig ist, auch wenn
wir ihn in der Regel nicht oft sehen. Durch Luis, der als
Bestatter arbeitet und dadurch alltäglich mit Toten zu tun
hat, zeigt der Film eine ungewöhnliche Perspektive.
Ein humorvoller Film mit Tiefgang und sehr zu empfehlen.
Ort:
im Domladen,
20.
Oktober 2025, 19 Uhr
Herzliche Einladung! Der Eintritt ist frei. Um eine Spende
wird gebeten.
Bautzner
Reden - Prof. Jens Reich
abgesagt
- aus privaten Gründen des
Redners -
.Caritas
und Diakonie wollen Arbeit gemeinsam gestalten
Bei
einem gemeinsamen Treffen am 10. September in Dresden, an dem
auch die Staatssekretärin für Soziales und Verbraucherschutz,
Dagmar Neukirch, teilnahm, betonen der Caritasrat im Bistum
Dresden-Meißen und der Diakonische Rat des Diakonischen Werkes
Sachsen die wichtige Rolle der christlichen Werte in der
sozialen Arbeit. "Das caritativ-diakonische Handeln der
christlichen Wohlfahrtsverbände wurzelt im biblischen Gebot
der Nächstenliebe", heißt es in dem gemeinsamen
verabschiedeten Dokument, das die Leitlinien für eine engere
Zusammenarbeit festlegt.

Die
Räte richten ihren Blick dabei auf die Bedeutung von
Barmherzigkeit und gesellschaftlichem Zusammenhalt: "Diese
Liebe ist kein Ideal, sondern Ausdruck der Gegenwart Gottes in
der Welt." Die Verbände stehen nicht nur als Dienstleister im
Raum, sondern als Anwälte der Ausgegrenzten. "Caritas und
Diakonie bieten Orientierung in einer zunehmend fragmentierten
Gesellschaft."
Zusammenhalt ist Säule der Demokratie
Der soziale Zusammenhalt, so die Erklärung, sei eine
fundamentale Säule der Demokratie. "Soziale Arbeit ist
Friedensarbeit - sie stiftet Vertrauen, fördert Teilhabe und
stabilisiert unsere demokratische Gesellschaft." Im Sinne
einer nachhaltigen Entwicklung fordern die Räte eine enge
Zusammenarbeit auch auf politischer Ebene. "Diese gemeinsame
Verpflichtung muss selbstverständlich gelebt und auch durch
konkretes politisches Handeln untersetzt werden", fordern die
Vertreter.
Die enormen Anforderungen an die soziale Infrastruktur
erfordern eine klare Positionierung: "Eine rein kostenbasierte
Betrachtung der Wohlfahrtspflege greift zu kurz." Caritas und
Diakonie betonen die Notwendigkeit von verlässlicher
Spitzenverbandsförderung und pragmatischem Bürokratieabbau für
soziale Dienste. "Bedarfsgerechte Unterstützung für
Hilfesuchende ist nicht fakultativ, sondern eine
Selbstverpflichtung des demokratischen Staates."
Gesellschaft braucht "Stimmen der Menschlichkeit"
Mit zusammen über 36.000 Mitarbeitenden nehmen Caritas und
Diakonie eine zentrale Rolle in der sächsischen
Soziallandschaft ein. Sie schaffen nicht nur Arbeitsplätze,
sondern fördern auch die Integration und Teilhabe aller
Menschen. "Eine starke Gesellschaft braucht starke
Wohlfahrtsverbände - als Stimme der Mitmenschlichkeit,
Garantinnen für Qualität und Bindeglied zwischen
Lebenswirklichkeit und politischer Gestaltung."
Die Zusammenarbeit zwischen Caritas und Diakonie soll in den
kommenden Jahren ausgeweitet werden, um die sozialpolitische
Vertretung und die Umsetzung christlicher Nächstenliebe
intensiver zu fördern. "Wir wollen gemeinsam die soziale
Zukunft gestalten und auch in Zeiten knapper werdender Mittel
für die Menschen da sein", heißt es in dem gemeinsamen Papier
der Räte.
Hier finden Sie die vollständige Erklärung
Hintergrund: Der Caritasrat und der Diakonische Rat sind die
Aufsichtsräte der Verbände und mit ehrenamtlichen Mitgliedern
besetzt. Höchste Organe sind die jeweiligen
Mitgliederversammlungen.
www.diakonie-sachsen.de
www.caritas-dicvdresden.de
(Quelle
Text und Foto: Andreas Schuppert, Diözesancaritasverband für
das Bistum Dresden Meißen)
.Literaturcafé
- Einladung
Sehr
herzlich sind Sie zu unserem nächsten Literaturcafé, am Mittwoch,
10. September, 19 Uhr eingeladen. Die Lesung trägt den
Titel: Hermann Hesse – Schriftsteller und Maler.
Die
Gäste des Abends sind Beate und Rainer Gruß.
Mit
Romanen wie u.a. Der Steppenwolf oder Siddhartha und seiner
Lyrik wird Hermann Hesse schon zu Lebzeiten berühmt und ist
bis heute unvergessen. Der Literatur-Nobelpreis, den er 1946
erhielt, bestätigt all das.
Aber
als Maler ist Hermann Hesse wohl den wenigsten ein Begriff.
Im
Zusammenspiel von Kunst und Literatur können Sie zum
Literaturcafé Hermann Hesse ganz neu entdecken.
Beate
Gruß, bis zu ihrem Ruhestand als Sozialpädagogin im Jugendamt
des Landkreises tätig, schaut mit uns auf seine Bilder und
erläutert sie. Rainer Gruß, wohlbekannt als ehemaliger
Schauspieler am Bautzener Theater, liest ausgewählte Texte.
Aus
verschiedenen organisatorischen Gründen haben wir den Ort des
Literaturcafés kurzfristig geändert. Die Lesung findet im KVHS
FORUM, Große Brüdergasse 6 statt.
Der Eintritt ist frei. Wir bitten um eine Spende.
Bautzner Reden - Irina Scherbakowa
Die
Initiative Bautzen gemeinsam und der
Ökumenische Domladen Bautzen laden am Freitag,
dem 5. September 2025, um 19 Uhr zur
nächsten Veranstaltung der Gesprächsreihe
Bautzener Reden ein.
Gastredner
ist diesmal Irina
Scherbakowa.
Sie
wird im Dom St. Petri die 27. Bautzener Rede
halten. Unter dem Titel „Langer Schatten des
Stalinismus. Russland 2025“ wird sie
Einblicke in die historischen Wurzeln
autoritärer Herrschaftsstrukturen in Russland
geben und einen Blick auf die aktuellen
Entwicklungen im Jahr 2025 werfen.
Beginn
ist 19 Uhr, der Eintritt ist frei. Im Anschluss
an den Vortrag besteht die Möglichkeit zur
Diskussion.
Irina
Scherbakowa ist Mitbegründerin der 1989
entstandenen Menschenrechtsorganisation Memorial, die über
Jahrzehnte die Verbrechen des Stalinismus
dokumentierte und sich für Aufklärung und
Erinnerungskultur in Russland einsetzte. Für ihr
Engagement wurde sie vielfach ausgezeichnet,
u.a. mit dem Carl-von-Ossietzky-Preis, dem
Carl-Friedrich-Goerdeler-Preis und gemeinsam mit
Memorial mit dem Friedensnobelpreis 2022.
Heute
gilt sie als eine der wichtigsten Stimmen im
internationalen Dialog über Erinnerung,
Menschenrechte und Demokratie. Seit Juli 2022
lebt Irina Scherbakowa im Exil in Deutschland,
sie verließ ihr Heimatland unmittelbar nach dem
Überfall Russlands auf die Ukraine.
Mit
dem Vortrag von Irina Scherbakowa blicken die
Initiative „Bautzen gemeinsam“ und der
Ökumenische Domladen Bautzen e.V., die gemeinsam
diese Veranstaltungsreihe verantworten, auf 27
Reden in knapp drei Jahren zurück. Die Reihe hat
sich in kurzer Zeit zu einem überregional
beachteten Format entwickelt. Ihr Titel spielt
bewusst mit der doppelten Bedeutung: Bautzener
Reden – Bautzener reden. Es geht darum, ins
Gespräch zu kommen, Position zu beziehen und
Raum für Nachdenken und Debatte zu schaffen.
Immer wieder berichten Gäste, dass die
Veranstaltungen Mut machen – durch die Wahl der
Themen ebenso wie durch die Atmosphäre eines
respektvollen Miteinanders.
Der
Ort für die Bautzener Reden ist bewusst gewählt:
der Dom St. Petri, das älteste und größte
Simultaneum Deutschlands. Seit Jahrhunderten
steht er für das Miteinander von Konfessionen,
Kulturen und Sprachen – von Protestanten,
Katholiken, Deutschen und Sorben. Damit ist er
ein starkes Symbol für Verständigung.
Einen
Überblick über die Rednerinnen und Redner finden
Sie hier: https://bautzen-gemeinsam.de/,
dort gibt es auch zahlreiche Reden als Podcast
zum Nachhören.

.Bautzner
Reden Extra
Hasnain
Kazim - Autor - Lesung aus "Deutschlandtour"
Hasnain
Niels Kazim ist ein deutscher Journalist und Autor. Er
erlangte besondere Aufmerksamkeit durch seine Arbeit als
Südasien- und später Türkei-Korrespondent für Spiegel Online,
wo er für seine kritische Berichterstattung, auch unter
persönlichen Risiken, bekannt wurde.
Seine
Werke und sein Engagement gegen Rassismus und Populismus
beziehen sich zumeist auf gesellschaftliche Themen und den
interkulturellen Dialog. (Wikipedia)
16.
Juni 2025, Ort : Dom St. Petri zu Bautzen - 19 Uhr
.Bautzener
Reden: Jörg Schönenborn spricht über „Wahlen –
Stresstest für die Demokratie“

Die
Initiative Bautzen gemeinsam und der Ökumenische Domladen
Bautzen laden am Freitag, dem 6. Juni 2025, um 19 Uhr
zur nächsten Veranstaltung der Gesprächsreihe Bautzener Reden
ein. Gastredner ist diesmal Jörg Schönenborn,
Programmdirektor des Westdeutschen Rundfunks (WDR) und einer
der profiliertesten Wahlexperten der ARD. Unter dem Titel
„Wahlen – Stresstest für die Demokratie“ beleuchtet
Schönenborn die aktuellen Herausforderungen für demokratische
Entscheidungsprozesse.
Thüringen, Sachsen und Brandenburg: Die Landtagswahlen im
Osten haben das bekannte Parteiensystem auf den Kopf gestellt,
die Ränder gestärkt, die Mitte geschwächt und die
Regierungsbildung kompliziert gemacht. Doch warum haben AfD
und BSW so einen Erfolg? Vor allem aber: Warum gelingt es den
Parteien der demokratischen Mitte nicht mehr, eine Mehrheit
der Wählenden zu überzeugen? Diesen Fragen will der Redner
nachgehen - und mit dem Publikum ins Gespräch kommen.
Jörg Schönenborn – Journalist, Wahlexperte, Medienmanager
Jörg Schönenborn (*1964 in Solingen) ist
Programmdirektor des WDR für Information, Fiktion und
Unterhaltung. Bundesweit bekannt wurde er als langjähriger
Moderator des ARD-Presseclubs sowie durch seine präzisen
Analysen bei allen Bundestags-, Landtags- und Europawahlen.
Als Wahlexperte erklärt er seit mehr als zwei Jahrzehnten live
im Fernsehen komplexe Zusammenhänge von Wahlsystemen,
Stimmungen und Statistiken – stets verständlich und
faktenbasiert.
Schönenborn gilt als ausgewogener Kommentator mit großer
analytischer Tiefe. Seine Arbeit bewegt sich im Spannungsfeld
von Journalismus, politischer Bildung und öffentlichem TV und
Rundfunk.
Am
6. Juni um 19 Uhr im Dom St. Petri in Bautzen.
ostern
im
anfang
war der tod
und der tod war alles
und alles war tot
doch
dann das wort
liebeserklärung an das leben
und die tot materie
ist fleisch geworden
der
tod aber
sitzt tief
und untergräbt
das leben
wenn
ER aber
das wort ist
dann hält er wort
behält das letzte wort
Andreas
Knapp
.Neue
Internetadresse
Die
Initiative “Bautzen gemeinsam“ hat sich im
Corona-Winter 2021 gegründet. Als eine engagierte Gruppe der
Zivilgesellschaft haben wir uns gegen die teils gewaltvollen
Anti-Corona-Proteste in Bautzen mit demokratischem und leisem
Gegenprotest gestellt – und damit der stillen Mehrheit eine
Stimme gegeben.
Die
„Bautzener Erklärung“ vom 12. Dezember 2021 ist ein Aufruf
gegen Gewalt und Rechtsextremismus, Verschwörungsglauben und
Egoismus.
Knapp
50.000 Menschen aus ganz Deutschland haben die Petition
unterschrieben.
Aus
flüchtigen Bekannten ist inzwischen ein Freundeskreis geworden
– ein Netzwerk für Demokratie und Courage.
.Bautzner
Reden - Ilko-Sascha Kowalczuk

.Literaturcafé
- Einladung
Herzlich
sind Sie zu unserem nächsten Literaturcafé, am Mittwoch, 23.
April, 19 Uhr eingeladen.
Zu
Gast ist die Autorin Sylvia Mönnich. Ihr Buch, aus dem
sie lesen wird, trägt den Titel Vertrieben und dann?
Die
in Zittau geborene und in Bautzen lebende Autorin möchte die
Geschichte der Vertriebenen für die Nachwelt erhalten und hat
dabei das Schreiben für sich entdeckt. Im Buch geht es um das
Leben ihrer eigenen Eltern, als Kinder aus Ungarn, bzw. aus
Schlesien vertrieben.
Die Lesung findet im Ökumenischen Domladen, An den
Fleischbänken 5 statt.
Mittwoch,
23. April 2025, 19 Uhr
Der
Eintritt ist frei. Wir bitten um eine Spende
.Bautzner
Reden - Steffen Mau

„Ungleich
vereint. Zu den Nachwehen der DDR und der Wiedervereinigung":
Bautzener Rede mit dem Soziologen Professor Steffen Mau am 4. April
2025 19 Uhr im Dom St. Petri zu Bautzen. Bereits
um 18 Uhr beginnt an derselben Stelle das wöchentliche
Friedensgebet.
Diskussionen über den Osten Deutschlands und das Verhältnis
zwischen Ost und West sind wieder auf der Tagesordnung – sei
es anlässlich runder Jubiläen, nach Protesten oder angesichts
der Wahlergebnisse in Ostdeutschland.
Rund
35 Jahre nach der Wiedervereinigung scheint sich das Land vor
allem in einem einig zu sein, nämlich im Uneins-Sein. Häufig
entsteht dabei der Eindruck, dass sich die Debatte im Kreis
dreht. Auf Vorwürfe folgen Gegenvorwürfe: „Ihr seid
diktatursozialisiert!“, heißt es aus dem Westen. „Ihr habt uns
ökonomisch und symbolisch klein gemacht“, heißt es aus dem
Osten.
Die zentrale These des Wissenschaftlers lautet: Es sind
die Erfahrungen in der DDR und in den Wendejahren, die dazu
führen, dass der Osten auch in Zukunft anders bleiben wird –
ökonomisch, politisch, aber auch in Bezug auf Mentalität und
Identität.
Steffen
Mau, geboren 1968 in Rostock, ist Professor für
Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er
wächst an der Ostsee auf – und kennt die DDR aus eigenem
Erleben. Er weiß, von den Kränkungen der Ostdeutschen, die auf
der schnellen Wiedervereinigung und den daraus folgenden
gebrochenen Biografien fußen. Er kann das Gefühl vieler
nachvollziehen, von oben regiert worden zu sein und versteht
die Skepsis gegenüber Autoritäten und Institutionen.
Als Soziologe beschäftigt sich Steffen Mau mit den großen
Konfliktlinien der Gegenwart - mit Migration, mit
Ost-West-Gegensätzen, mit Ungleichheit und Ungerechtigkeit. Er
ist gefragter Interviewpartner und häufig in Fernseh-Talkshows
zu Gast.
Sein
Buch „Lütten Klein. Leben in der ostdeutschen
Transformationsgesellschaft“ stand auf Platz 1 der
Sachbuch-Bestenliste von ZDF, Zeit und Deutschlandfunk Kultur.
2021
erhielt er den Leibniz-Preis der Deutschen
Forschungsgemeinschaft. Gemeinsam mit Thomas Lux und Linus
Westheuser ist er Autor des 2023 erschienenen Buchs
„Triggerpunkte – Konsens und Konflikt in der
Gegenwartsgesellschaft“. Sein jüngstes Werk heißt „Ungleich
vereint. Warum der Osten anders bleibt“.
Über das Buch schreibt der Historiker Ilko-Sascha
Kowalczuk: „Steffen Mau analysiert sachlich, nüchtern, fast
überragend leidenschaftslos – wie ein überzeugter Hanseat,
aber voll bei der Sache und an der Sache – den Weg
Ostdeutschlands. Er schreibt keine Geschichte, schon gar keine
neue, sondern untersucht systematisch und analytisch
soziokulturelle Indikatoren und ihre Dynamik. Herauskommt ein
Bild Ostdeutschlands, das nicht neu, das aber nur selten so
präzise, scharf und überzeugend gemalt worden ist.“ Kowalczuk
selbst wird am 9. Mai 2025 Gast der Bautzener Reden sein.
„Es gibt noch viel Gesprächsbedarf über Ost und West", sagt
Steffen Mau – und freut sich über die Diskussion mit dem
Publikum im Anschluss an die Bautzener Rede.
Zu
dem Gesprächsformat lädt seit November 2022 die Initiative
„Bautzen gemeinsam“ in Kooperation mit dem Verein
„Ökumenischer Domladen“ ein.
Die
Gruppe vereint Menschen aus unterschiedlichen Bereichen der
Wirtschaft, Kultur, Bildung und Kirche. Ihre Vision ist ein
positives und vielfältiges Miteinander in der Stadt.Mau am 4.
April 2025 mit dem Thema „Ungleich vereint. Zu den
Nachwehen der DDR und der Wiedervereinigung“.
Der gebürtige Rostocker ist ein Analyst der anhaltenden
Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland, die das Land
auch über 30 Jahre nach der Wiedervereinigung noch teilen.
Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Dom St. Petri
Bautzen.
.Literaturcafé
- Einladung
Sehr
geehrte Interessierte und Fördernde des Literaturcafés,
sehr herzlich sind Sie zum Literaturcafé, am Mittwoch, 26.
März, 19 Uhr eingeladen.
NEU ist es, daß das Literaturcafé von nun an jeweils an
einem Mittwoch, 19 Uhr stattfinden wird.
Es ist eine Lesung in Kooperation mit der Sächsischen
Landeszentrale politische Bildung, wofür wir sehr dankbar
sind.
Dadurch ist es möglich, den renommierten Autor und
Journalisten Igal Avidan nach Bautzen einladen zu
können. Er liest aus seinem neuesten Buch
"...und es wurde Licht“ - jüdisch-arabisches Zusammenleben
in Israel
Seit den 1990ern lebt der israelische Autor und Journalist
Igal Avidan in Berlin und ist als freier
Berichterstatter ein gefragter Nahostexperte.
In seinem aktuellen Buch "… und es wurde Licht"
porträtiert er Menschen aus Israel - Juden und Araber - die in
einer friedlichen und zugleich brüchigen Co-Existenz
zusammenleben.
Auf Grund der zu erwartenden höheren Zahl von Besucherinnen
und Besuchern, können wir wieder in den Vortagsraum der
Volkshochschule, das KVHS Forum, Große Brüdergasse
6 einladen.
.Mitgliederversammlung
- Einladung an alle Mitglieder
Liebe
Vereinsmitglieder,
hiermit laden wir Sie recht herzlich zu unserer diesjährigen
Mitgliederversammlung am Dienstag, den 18. März 2025, in das
ev.-luth. Gemeindehaus, Am Stadtwall 12, in Bautzen ein.
Beginn der Mitgliederversammlung ist 17 Uhr.
Tagesordnung:
Begrüßung, geistliches Wort
Feststellung der Beschlußfähigkeit,
Protokollkontrolle der MV 2024,
Abstimmung der TOP
Bericht über das Jahr 2024 - Aussprache
Vorstellung des Kassenberichts - Aussprache
Bericht der Kassenprüfer - Aussprache
Entlastung des Vorstands und der
Kassenprüfer
Wahl der Wahlleiterin / des
Wahlleiters
Kandidatenbenennung und -vorstellung
Wahl des Vorstands
Dank an die alten Kassenprüfer - Wahl der
neuen Kassenprüfer
Neues aus dem ÖDL - Aussprache
Sonstiges
Bei Verhinderung eines Vereinsmitglieds besteht laut Satzung
die Möglichkeit einer schriftlichen Stimmübertragung auf ein
anderes Mitglied – bitte machen Sie davon Gebrauch, falls Sie
verhindert sind.
Alle Vereinsmitglieder sind aufgerufen zu überlegen, für den
Vorstand zu kandidieren.
Bitte teilen Sie uns spätestens bis zum 4. März 2025 mit, ob
Sie zur MV kommen können oder wem Sie ggf. Ihre Stimme
übertragen (Letzteres unbedingt per Mail oder Post – jedes
Mitglied kann nur eine Stimme übertragen bekommen).
.Filmabend
"Das weiße Band" im Ökumenischen Domladen
Am
Montag, 10. März, findet um 19 Uhr der erste
Filmabend des Jahres 2025 im Ökumenischen Domladen Bautzen (An
den Fleischbänken 5) statt.
Es wird der Film „Das weiße Band“ des österreichischen
Regisseurs Michael Haneke (Deutschland 2009) gezeigt.
In der Handlung des Schwarzweißfilms geht es um eine deutsche
Kindergeschichte in den Jahren 1913/14, also vor dem Ersten
Weltkrieg. Es werden mysteriöse Vorfälle im fiktiven Dorf
Eichwald geschildert. Der Film verdeutlicht das bedrückende,
insbesondere für die Heranwachsenden traumatisierende soziale
und zwischenmenschliche Klima der damaligen Zeit, welches
selbst im engen Familienkreis von Unterdrückung und
Verachtung, Misshandlung und Missbrauch sowie Frustration und
emotionaler Distanz geprägt ist.
Der mehrfach ausgezeichnete Film wirft einen kritischen Blick
auf diese sittenstrenge Zeit und fragt letztendlich danach, ob
die gezeigte Art des Aufwachsens womöglich dem
Nationalsozialismus den Weg bereitet hat - überaus
eindrucksvoll und diskussionswürdig.
Herzliche Einladung. Der Eintritt ist frei.
Um eine Spende wird gebeten.
.Was
ist los in den USA? Bautzener Rede mit
Historiker Karl Schlögel

Ein Kenner des Ostens erklärt die USA: Zur „Bautzener Rede“ am
7. März 2025, 19 Uhr kommt Karl Schlögel
in den Dom St. Petri. Der Wissenschaftler ist einer der
prominentesten und tiefgründigsten Historiker Deutschlands.
Unter der Überschrift „Was ist los in Amerika?“ wirft
er einen besonderen Blick auf die amerikanische Geschichte.
Angesichts der jüngsten Entwicklungen in den USA verspricht
der Abend wieder neue Perspektiven.
Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr.
Karl Schlögel (Jahrgang 1948) kennt man zuerst als
herausragenden Osteuropa-Historiker und Russland- sowie
Ukraine-Experten. Seine Bücher „Entscheidung in Kiew.“
„Ukrainische Lektionen“ (2015) und „Das sowjetische
Jahrhundert“ (2017) gelten als Standardwerke. Der
Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine im Jahr 2022 hat
Schlögels Forschungen eine neue Aktualität verliehen. Häufig
ist seiner Expertise und seine Einordnung in Talkshows und in
Interviews gefragt.
Doch so gut wie sich der Historiker in Osteuropa auskennt, so
gut weiß Karl Schlögel auch über Amerika Bescheid. Immer
wieder hat er das Land der unbegrenzten Möglichkeiten bereist.
Sein
jüngstes Werk heißt „American Matrix“. Darin erkundet
er, was Amerika zusammenhält – und was marode Infrastruktur
über den Zustand einer Gesellschaft verrät. Mit „American
Matrix“ verleiht der Publizist nicht nur seiner Faszination
für die USA Ausdruck; als Osteuropa-Kenner hat er einen
besonderen Blick auf die amerikanische Geschichte.
Der Historiker studierte Philosophie, Soziologie,
Osteuropäische Geschichte und Slawistik an der Freien
Universität Berlin. Karl Schlögel wirkte von 1990 bis 1994 an
der Universität Konstanz und seit 1995 an der
Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder. Seine
Forschungsschwerpunkte sind russische Moderne und Stalinismus,
russische Diaspora und Dissidentenbewegung, Kulturgeschichte
osteuropäischer Städte und theoretische Probleme historischer
Narration. Schlögel ist Autor zahlreicher und vielfach
ausgezeichneter Bücher.
Auch bei seiner Bautzener Rede will Karl Schlögel eine
einmalige, überraschende Perspektive auf die USA geben. Einmal
mehr greift damit das Gesprächsformat im Dom St. Petri ein
brennendes Thema dieser Tage auf.
Seit November 2022 werden die Bautzener Reden von der
Initiative „Bautzen gemeinsam“ in Kooperation mit dem Verein
„Ökumenischer Domladen“ organisiert. Die Gruppe vereint
Menschen aus unterschiedlichen Bereichen der Wirtschaft,
Kultur, Bildung und Kirche. Ihre Vision ist ein positives und
vielfältiges Miteinander in der Stadt.
Auf den Osteuropahistoriker und Publizisten Karl Schlögel
folgen:
Steffen Mau am 4. April 2025 mit dem
Thema „Ungleich vereint. Zu den Nachwehen der DDR und der
Wiedervereinigung“. Der gebürtige Rostocker ist ein
Analyst der anhaltenden Unterschiede zwischen Ost- und
Westdeutschland, die das Land auch über 30 Jahre nach der
Wiedervereinigung noch teilen.
Ilko Sascha Kowalczuk ist für den 9. Mai 2025
eingeladen. Der Historiker hat zum 35. Jahrestag des
Mauerfalls sein Buch „Freiheitsschock. Eine andere
Geschichte Ostdeutschlands von 1989 bis heute“
vorgelegt.
Die Bautzener Rede am Freitag, dem 7. März, beginnt
um 19 Uhr.
Der Eintritt ist frei. Bereits um 18 Uhr beginnt an derselben
Stelle das wöchentliche Friedensgebet.
Es gibt einen Büchertisch der Buchhandlung Kretschmar.

Heute vor einer Woche ist unser Gründungs- und
Vorstandsmitglied Bernhard Pech für viele plötzlich und
überraschend gestorben. Mit unseren Gedanken und Gebeten sind
wir bei seiner Familie, seiner Ehefrau Gabriele und den
Töchtern Daniela und Kati.
Wir sind sehr dankbar dafür, daß Bernhard Pech über so viele
Jahre mit Rat und Tat unseren Verein „Ökumenischer Domladen
Bautzen e.V.“ mitentwickelt und vorangebracht hat. Er wird uns
sehr fehlen.
Möge Bernhard die ewigen Freuden erleben dürfen und seine
Familie getröstet werden.
Peter-Paul Straube
.Jahrespläne
des Literatur-Cafés und der Filmabende jetzt
hier
Sie
können
die Jahrespläne des Literatur-Cafés und unserer Filmabende
jetzt hier und stets auf unserer Seite "Aktuelles" und
natürlich in unserem Kalender sehen:
.Literatur-Café
Jahresplan 2025
.Filmabende
Jahresplan 2025
.Bautzner
Reden - Einladung
Sabine
Adler - Osteuropa-Korrespondentin des DLF: Die Ukraine
nach drei Jahren russischem Angriffskrieg
Mehr als 1000 Tage herrscht Krieg in der Ukraine: Am 24.
Februar 2025 jährt sich zum dritten Mal der Überfall Russlands
auf sein Nachbarland. Dieses Datum nehmen die „Bautzener
Reden“ zum Anlass für die Frage: „Bald Frieden in Sicht? Die
Ukraine nach drei Jahren russischem Angriffskrieg“. Am 7.
Februar 2025 spricht zu diesem Thema die preisgekrönte
Politikjournalistin Sabine Adler.
Die Veranstaltung im Dom St. Petri beginnt um 19 Uhr.
Sabine Adler ist eine ausgewiesene Kennerin Osteuropas. Die
1963 in Zörbig geborene Journalistin berichtete viele Jahre
für den Deutschlandfunk aus Moskau, war Leiterin des
Hauptstadtstudios in Berlin und Korrespondentin im Studio
Warschau mit Schwerpunkt Polen, Belarus, baltische Länder und
Ukraine. Während der Ereignisse auf dem Euro-Maidan war sie in
Kiew, seit Februar 2022 besuchte sie immer wieder für die
Berichterstattung die Ukraine. Viele kennen sie auch als Teil
des Kommentatoren-Teams des Polittalks „Thadeusz und die
Beobachter“ im RBB-Fernsehen und als Buchautorin.
Ihre jüngste Veröffentlichung heißt „Was wird aus Russland
?". Darin zeigt die Spiegel-Bestsellerautorin, wie die
russische Gesellschaft zu dem wurde, was sie heute ist: eine
ihrer Meinungsfreiheit beraubte Nation, über deren
Wirtschaftskraft die Führungsclique nach Belieben verfügt.
Nach ihrem Bestseller »Die Ukraine und wir« steht auch in
diesem Buch eines im Zentrum: Aufklärung.
Auf Sabine Adler folgt am 7. März 2025 der Osteuropahistoriker
und Publizist Karl Schlögel. Er ist einer der
besten deutschen Russlandkenner, viele seiner Bücher sind
Standardwerke – beispielsweise „Das sowjetische Jahrhundert“
oder „Die Mitte liegt ostwärts“.
Der Soziologe Steffen Mau betrachtet am 4. April 2025
die Thematik „Ungleich vereint. Zu den Nachwehen der DDR und
der Wiedervereinigung“.
Der gebürtige Rostocker ist ein Analyst der anhaltenden
Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland, die das Land
auch über 30 Jahre nach der Wiedervereinigung noch teilen.
Ilko Sascha Kowalczuk ist für den 9. Mai 2025 eingeladen. Der
Historiker hat zum 35. Jahrestag des Mauerfalls sein Buch
„Freiheitsschock. Eine andere Geschichte Ostdeutschlands von
1989 bis heute“ vorgelegt.
Die Bautzener Rede am Freitag, dem 7. Februar, beginnt um 19
Uhr. Der Eintritt ist frei.
Bereits um 18 Uhr beginnt an derselben Stelle das wöchentliche
Friedensgebet. Es gibt einen Büchertisch der Buchhandlung Kretschmar.

.Bautzner
Reden - Einladung
Früherer
ZDF-Chefredakteur Peter Frey am 24. Januar zu Gast
Haben sich die Journalisten in Deutschland zu weit von ihren
Zuschauern, Zuhörern sowie Lesern entfernt und spiegeln die
Realität im Land nicht mehr wider? Oder sind die Medien
gezielt zur Angriffsfläche geworden, um die Gesellschaft
dadurch zu verunsichern?
Diese Fragen stehen am 24. Januar 2025 im Mittelpunkt der
ersten Bautzener Rede im neuen Jahr. Zu Gast im Dom St. Petri
ist an diesem Tag ist der frühere Chefredakteur des ZDF, Peter
Frey.
Er plädiert für einen Journalismus, der wieder näher an die
Lebenswirklichkeit rückt. Journalisten müssten raus aus ihren
Redaktionsstuben, den Menschen zuhören und auch mal einige
Tage und Wochen „in der Provinz“ verbringen.
Für Aufklärung und Medienbildung an den Schulen
Ebenso wichtig sei aber auch Aufklärung und Medienbildung an
den Schulen: Wie arbeitet eine Redaktion? Was unterscheidet
Nachricht und Kommentar? Woran erkenne ich manipulierte
Bilder? Solchen Fragen würden in Zukunft noch wichtiger
werden, sonst gehe eine wichtige Grundlage der Demokratie
verloren.
Frey berichtete für das ZDF unter anderem aus Nicaragua,
Mexiko, Polen und Spanien. Seine beruflichen Stationen führten
ihn über die ZDF-Hauptredaktion Außenpolitik und das
ZDF-Hauptstadtstudio in Berlin an die Spitze des Zweiten
Deutschen Fernsehens. Von 2010 bis 2022 war er dessen
Chefredakteur. Auch im Ruhestand verfolge er intensiv das
Weltgeschehen, sagt der Journalist. „Ich habe eine tägliche
Verabredung mit dem Heute-Journal und mit der Lektüre der ‚New
York Times‘“.
Die Bautzener Reden werden seit 2022 von der Initiative
„Bautzen gemeinsam“ zusammen mit dem Verein Ökumenischer
Domladen organisiert. Einmal im Monat laden sie zum Nachdenken
über die aktuellen Themen in Politik und Gesellschaft ein.
Neben Frey zählt zu den Gästen im ersten Halbjahr die
Russlandexpertin Sabine Adler (7. Februar 2025). Die
Journalistin berichtet für die drei Programme des
Deutschlandradios über die Region.
Am 7. März kommt der Historiker und Publizist Karl Schlögel
nach Bautzen. Er gilt als einer der besten Kenner der
Geschichte Osteuropas. Viele seiner Bücher sind Standardwerke.
Mehr zum Thema
Der Soziologe Steffen Mau spricht am 4. April unter der
Überschrift „Ungleich vereint“ über die Nachwehen der DDR und
der Wiedervereinigung. Der Historiker Ilko Sascha-Kowalczuk
ist für den 9. Mai eingeladen. „Freiheitsschock. Eine andere
Geschichte Ostdeutschlands von 1989 bis heute“, heißt sein
aktuelles Buch.
Bautzener Rede mit Peter Frey, 24. Januar 2025, 19 Uhr,
Dom St. Petri. Der Eintritt ist frei.
Bereits um 18 Uhr beginnt an selber Stelle das wöchentliche
Friedensgebet.
(Quelle: Sächsische Zeitung)
.81.
Literaturcafé "Zur Heimat erkor ich mir die
Liebe" - eine Hommage an Mascha Kaléko zum 50.
Todestag - wir laden Sie ein
Dieser
Satz „Zur Heimat erkor ich mir die Liebe“ wird schon
bald Mascha Kalékos Lebensmotto. Es ist mehr ihr
Überlebensmotto. Als Jüdin bleibt sie ihr Leben lang
Emigrantin. Ihre glücklichste Zeit erlebte sie zwischen 1918
und 1938 in Berlin. "Die paar leuchtenden Jahre" sagte sie
dazu.
Nach Ende des Nationalsozialismus, nach Krieg und Holocaust
wollte sie eigentlich nie wieder Deutschland
betreten. Aber es sind die Erinnerungen an die paar
leuchtenden Jahre, die sie 1956 zu einer ersten Lesereise nach
Westdeutschland und Westberlin fahren lassen.
Auch im Januar 1975 befand sie sich noch einmal in Westberlin.
Auf der Heimreise nach Jerusalem erlag sie am 21. Januar 1975
bei einem Zwischenaufenthalt in Zürich ihrer schweren
Erkrankung. Sie wurde auf dem Israelitischen Friedhof
Friesenberg begraben.
Mascha Kalékos Gedichte, witzig, ironisch, hochpolitisch und
zugleich mit einer zarten, zerbrechlichen Sprache geschrieben,
machen sie bis heute berühmt.
Freitag, 17. Januar 2025, 18.30 - 20.00 Uhr
Ort: Ökumenischer Domladen Bautzen, An den Fleischbänken 5
.Friedensweihnacht
Im
Lukasevangelium
heißt es im 2. Kapitel, Vers 14, in einem Ruf von Engeln an
die Hirten auf dem Felde: Ehre sei Gott in der Höhe / und
Friede auf Erden / den Menschen seines Wohlgefallens.
Rose Ausländer (*1901 in Czernowitz - heute Ukraine, +1988 in
Düsseldorf) hat zum Thema «Frieden» geschrieben:
Im übersättigten
Hungerjahrhundert
kaue ich die Legende
Frieden
und werde nicht satt
Kann nicht verdauen
die Kriege sie liegen
mir wie Steine im Magen
wie Grabsteine
Der Frieden
liegt mir am Herzen
ich kaue
kaue das wiederholte Wort
und werde nicht satt
Wir (wieder-)kauen am Frieden leider auch im 21. Jahrhundert …
und werden nicht satt ...
Allen, die in diesem Jahr die Hilfsaktion des Ökumenischen
Domladens Bautzen e.V. für die Arbeit der
ukrainisch-katholischen Sozialstiftung St. Wolodymyr Fond in
Lviv/Lemberg unterstützt haben, sei ein großes Dankeschön
gesagt.
Ich möchte mich dem Ruf der Engel anschließen und zum
Christfest wirklichen Weihnachtsfrieden sowie ein gesegnetes
und friedvolles Jahr 2025 wünschen,
Peter Straube
.80.
Literaturcafé in Kooperation mit der
Kreisvolkshochschule Bautzen - Herzliche
Einladung
Vorweihnachtliche
Betrachtungen von Erich Kästner - eine Hommage an Erich
Kästner zum 125. Geburtstag und 50. Todestag Robby
Langer (Schauspieler, Musiker,
Sprecher Dresden)
Ort: im KVHS-Forum Große Brüdergasse 6 (https://www.kvhsbautzen).
Was tun, wenn Knecht Ruprecht unerwartet zu Besuch kommt, eine
Zigarre raucht und von seinen Problemen erzählt ? Oder wenn
man als Junggeselle in eine Weihnachtsfeier von
durchgeknallten Artisten gerät ? Was schenkt man Tanten, die
alt und wohlhabend sind ?
Weihnachts- und andere Geschichten von Erich Kästner
- bissig, witzig, ironisch, böse - erzählt und gelesen
von Robby Langer.
6. Dezember 2024, 18.30 - 20 Uhr
Bitte beachten Sie den geänderten Veranstaltungsort:
KVHS-Forum Große Brüdergasse 6
(ehemals Kaffee- und Espressobar Goliath)
Der Eintritt ist frei - wir bitten um eine Spende.
Wir danken wir dem Team der Kreisvolkshochschule für die
großzügige Unterstützung des Abends.
.Bautzener
Rede mit Klaus Prömpers
Thema:
Zerstören die Social Media die Demokratie?
Freitag, 29. November 2024, 19.00 – 20.30 Uhr
Ort: Dom St. Petri Bautzen, Fleischmarkt 6

Der renommierte deutsche Journalist und Fernsehmoderator Klaus
Prömpers hält am Freitag, den 29. November 2024, um 19
Uhr eine Bautzener Rede im Dom St. Petri in Bautzen mit dem
Thema: „Zerstören die Social Media die Demokratie?“
und sich mit den weitreichenden Auswirkungen der sozialen
Medien auf die politische und gesellschaftliche Landschaft
auseinandersetzen.
Klaus Prömpers, bekannt durch seine jahrelange Tätigkeit als
Moderator und Redakteur beim ZDF, begründet die Wahl dieses
Themas mit der zunehmenden Bedeutung von Social Media,
besonders für jüngere Menschen, bei der Information über
Politik und andere Themen. „Unterhalb des Alters von 35,
sicher aber bei den meisten unter 29, ist das traditionelle
Zeitungslesen sowie analoges Fernsehen und Radio nicht mehr
Standard.
Junge Menschen informieren sich immer häufiger über soziale
Netzwerke“, sagt Prömpers.
Aber Facebook, X, Instagram, Tik Tok, Threads, Telegram,
Signal und viele andere soziale Medien haben unsere
Kommunikation drastisch verändert. Wie unterscheiden wir heute
zwischen wahr und falsch? Wie können wir soziale Medien zum
Wohle der Demokratie einsetzen? – solchen Fragen will der
Journalist bei der Bautzener Rede nachgehen.
Denn Social Media hat auch die politische Landschaft in den
vergangenen zwei Jahrzehnten verändert. Soziale Medien haben
einen wesentlichen Einfluss auf politische Kampagnen und die
Art und Weise, wie Menschen ihre Meinung zu bestimmten Themen
bilden. In Deutschland seien es vor allem Parteien wie die AfD
und das BSW, die ihren Erfolg der Spitzenposition bei der
Nutzung sozialer Medien verdanken, während andere
Bundestagsparteien hinterherhinken. „Dies zeigt, wie stark
Social Media die politische Kommunikation verändern und das
demokratische Gefüge beeinflussen“, sagt Prömpers.
Klaus Prömpers, geboren am 22. Juni 1943 in München, gehört zu
den bekanntesten Journalisten Deutschlands. Er studierte
Politikwissenschaften und begann seine journalistische
Karriere in den 1960er Jahren. Prömpers trat 1974 in den
Dienst des ZDF, wo er zunächst als Redakteur für politische
und gesellschaftliche Themen arbeitete. Bald schon übernahm er
dort auch Moderationen und wurde eine prägende Figur im
deutschen Fernsehen.
Bekannt wurde der ehemalige ZDF-Büro-Chef in New York und Wien
vor allem als Moderator und Redakteur des ZDF-Politmagazins
„Frontal“ (später „Frontal 21“), das er von 1991 bis 2001
leitete. In dieser Zeit etablierte sich das Magazin als eine
der wichtigsten Sendeformen des deutschen politischen
Journalismus, das regelmäßig durch investigative
Berichterstattung und tiefgreifende Analysen die politische
Landschaft kritisch hinterfragt. Prömpers galt in dieser Rolle
als präzise und sachlich und setzte Maßstäbe im politischen
Journalismus.
Für seine journalistischen Leistungen wurde Klaus Prömpers
mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Deutschen
Fernsehpreis und anderen renommierten Journalistenpreisen. Mit
seinem ausgeprägten Blick für politische Zusammenhänge und
seinem kritischen, aber fairen Journalismus hat er das Bild
der deutschen politischen Berichterstattung entscheidend
mitgeprägt.
Die „Bautzener Rede“ organisiert seit November 2022 die
Initiative „Bautzen gemeinsam“ in Kooperation mit dem Verein
„Ökumenischer Domladen“. Die Gruppe vereint Menschen aus
unterschiedlichen Bereichen der Wirtschaft, Kultur, Bildung
und Kirche in und um Bautzen. Ihre Vision ist ein positives
und vielfältiges Miteinander in der Stadt.
Für die „Bautzener Reden“ erhielt „Bautzen gemeinsam“ den
Engagement-Preis „machen!2023" in der Kategorie
„Lebensqualität & Miteinander”. Der Bundeswettbewerb
würdigt das vielfältige Engagement in ländlichen Regionen
Ostdeutschlands.
Die Veranstaltung ist öffentlich.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich an dieser
spannenden Diskussion zu beteiligen. Der Eintritt ist frei.
Bereits um 18 Uhr beginnt an selber Stelle das wöchentliche
Friedensgebet.
.79.
Literaturcafé - Herzliche Einladung
Ganz
herzlich laden wir Sie zum 79. Literaturcafé am Freitag,
1. November, 18.30 Uhr in den Ökumenischen Domladen
ein.
1961 in Bautzen geboren, ist die Lyrikerin M?rana
Cušcyna-Zuschke auch als Lehrerin bekannt. Bis 2009
arbeitete sie am Sorbischen Gymnasium.
Im vergangenen Jahr erschien ihr neuer Gedichtband, aus dem
sie im Literaturcafé lesen wird, eine erste umfangreichere
Sammlung ihrer Texte in deutscher Sprache. Schon allein die
Überschriften ihrer Gedichte zu lesen, ist eine Freude:
Wie wäre es mit einem „Sprung in Lautewasser“ und was
verbirgt sich hinter einer „Fernsterwende“ oder einer
„Wortwäsche“?
Für musikalische Akzente mit dem Bayan sorgt die Musikerin und
Musiktherapeutin Claudia Steidte.
Der Eintritt ist kostenfrei. Wir bitten um eine Spende.
.„Ich
möchte gezielt etwas machen und mit Leuten
sprechen“
Der
Bautzener Ökumenische Domladen unterstützt mit Spenden eine
Sozialstiftung im ukrainischen Lemberg
Bautzen/Lemberg (Lwiw/Ukraine). „Wenn man in Lemberg unterwegs
bist, ist rein äußerlich alles normal, die Straßenbahnen
fahren, Menschen treffen sich, spielen oder musizieren
zusammen. Blickt man aber näher hin und spricht mit Ihnen,
dann erfährt man, wie traurig und belastet sie
angesichts der Kriegssituation sind.“ So beschreibt der
Bautzener Dr. Peter-Paul Straube, Vorsitzender des Bautzener
Ökumenischen Domladens e.V., die Stadt im Westen der Ukraine.
Mitte August weilte er mit seinem Freund Dr.
Harald Razniewski aus Dresden wiederholt dort. Schon im Mai
fuhr er zusammen mit dem evangelischen Kantor des Bautzener
St. Petri Doms Michael Vetter dorthin, um verschiedene
Spenden, überwiegend für den medizinischen Bereich, aber auch
Geldspenden, zu übergeben. Nun brachte er unter anderem ein
Auto, Drucker, Medikamente, Rollatoren und Rollstühle nach
Lemberg.
Anfänge der Verbindungen
Kontakte in die Ukraine geknüpft hatte Dr. Peter-Paul Straube,
als er Leiter des Bischof-Benno-Hauses Schmochtitz (heute
Bildungsgut Schmochtitz Sankt Benno) war. Im Jahr 1995 fand
dort das erste – von 1997 bis 2014 dann regelmäßig -
Osteuropaseminar statt. Daran nahmen jedes Jahr unter anderem
auch Vertreter aus der Ukraine teil. Bis heute hält er
Kontakt. So weilte er seit Anfang 2000 insgesamt 15 Mal im
Land, wo etwa zehn Prozent der Bevölkerung der
griechisch-katholischen Kirche angehören, die mit Rom
verbunden ist. Ob mit Benefizkonzerten in Schmochtitz oder mit
anderen Projekten - die ukrainische Bevölkerung zu
unterstützen ist ihm eine Herzensangelegenheit.
Wichtiger
Partner
Im Jahre 1997 wurde in Lemberg die kirchlich-soziale Stiftung
St. Wolodymyr Fonds als private Wohltätigkeitsorganisation
gegründet. Vor dem Angriffskrieg zwischen Russland und der
Ukraine widmete sie sich in erster Linie Familien, um sie
psychologisch und sozial zu unterstützen, führte aber auch
Projekte mit Gefangenen und älteren Menschen durch und bot
verschiedene Seminare an. Durch den Krieg ist diese Arbeit
jedoch stark eingeschränkt. Mit seinem Vorsitzenden Ihor
Matushewskyi verbindet Dr. Straube schon mehr als zwei
Jahrzehnte eine enge Freundschaft. Die Stiftung vermittelt dem
Bautzener Kontakte und erkundigt sich, was sie an welcher
Stelle konkret gebraucht wird. Auf Grundlage dessen sammelt er
dann hierzulande Spenden. Bisher waren es neben Geldspenden
überwiegend solche für den medizinischen Bereich –
Medikamente, Geräte, Rollstühle –, aber auch beispielsweise
Stromgeneratoren oder Fahrzeuge.
Unter den Spenden in der Vergangenheit, so
erzählt er weiter, war ebenfalls der Pastoralbus der
katholischen Bautzener Domgemeinde St. Petri. Im Rahmen eines
Projekts war das mit Mobiliar, Kühlschrank und Kaffeemaschine
ausgestattete Fahrzeug davor mehrere Jahre in den Dörfern der
Bautzener Pfarrgemeinde unterwegs, wo ehren- und hauptamtliche
Mitarbeiter den Menschen Gespräche anboten oder ihnen
Lebensmittel oder Medikamente brachten. Jetzt dient das
Fahrzeug zur Versorgung der Dörfer rund um die südukrainische
Stadt Mykolajiw.
Gezielt helfen
Dr. Peter-Paul Straube begibt sich nicht als Tourist in die
Ukraine. „Ich möchte gezielt etwas machen und mit Leuten
sprechen. Und auch den Leuten dort ist es wichtig, dass sie
mit jemandem sprechen können, dass man sich für sie
interessiert“, erzählt er. Begegnungen mit verschiedensten
Menschen machen die Besuche daher aus.
So traf er sich im August mit dem griechisch-katholischen
Weihbischof der Lemberger Diözese, dem Redemptoristen
Wolodymyr Hruza, und besuchte das Nationale
Rehabilitationszentrum „Unbroken“. Das größte Zentrum seiner
Art in der Ukraine, gebaut und ausgestattet von der Deutschen
Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im
Auftrag der Deutschen Bundesregierung, wurde letztes Jahr
eröffnet. Dort werden in den Bereichen Chirurgie, Orthopädie
und Roboterprothetik Kinder und Erwachsene versorgt, die durch
den Krieg verletzt wurden. Es werden bei Bedarf Prothesen
angepasst oder angefertigt. Aber auch der physischen und
psychosozialen Rehabilitation widmen man sich dort.
Weiter besuchte Dr. Straube ein Kinder- und
Waisenheim sowie den Friedhof für Soldaten nahe dem zentralen
Lemberger Friedhof. Wie er bereits in seinem Bericht über
seinen Aufenthalt im Mai in Lemberg schrieb, wurde ein neuer
geschaffen, weil der örtliche Friedhof nicht mehr ausreichte.
„Mehr als 700, überwiegend junge Soldaten sind hier begraben“,
so Dr. Straube. Er schätzt, dass die Zahl innerhalb der
letzten drei Monate um 150 angestiegen ist. Unter den Opfern
sind beispielsweise Journalisten und Sanitäter.
Während seines jetzigen dreitägigen Aufenthaltes erlebte in
einer der Nächte gegen zwei Uhr einen Luftalarm. Wie er
erzählte, begaben sich daraufhin nur wenige Hotelgäste ruhig
in den Bunker des Hotels, der eigentlich ein Konferenzbereich
im Kellergeschoss des Hotels ist. Nach etwa einer Stunde wurde
der Alarm aufgehoben und die Menschen konnten in ihre Zimmer
zurückkehren.
Traurigkeit und Hoffnung
Zu sehen, was in der Ukraine geschieht und wie das Land durch
russische Machtansprüche, stammend aus dem 19. und 20.
Jahrhundert, zerstört wird, macht den Bautzener traurig und
beschäftigt ihn sehr. Seine Begegnungen und Erlebnisse
begleiten ihn auch noch länger nach der Rückkehr in die
Heimat. Und doch will er sich im Oktober wiederholt nach
Lemberg begeben, um der vom russischen Aggressionskrieg
betroffenen Bevölkerung zu helfen. Dafür sammelt er schon
jetzt Spenden. Zudem sagt er: „Es bleibt die Hoffnung, dass
die Ukrainer möglichst bald ihre von Russland befreite Heimat
wieder aufbauen können.“
Spendenkonto des Ökumenischen Domladens Bautzen e.V. (An den
Fleischbänken 5, 02625 Bautzen) bei der Volksbank
Dresden-Bautzen:
IBAN: DE33 8509 0000 5626 2110 05
BIC: GENODEF1DRS
Verwendungszweck: Sozialstiftung Lemberg
Text: J. Wenk / Katolski Poso?
.Bautzner
Reden - Einladung
.Bautzner
Reden - Einladung
Bautzener
Rede
zurück aus der Sommerpause: Am 6. September spricht
LEAG-Vorstand Jörg Waniek zu „Tradition trifft Moderne – die
LEAG in der Transformation als Spiegelbild der Lausitz“.
(LEAG ist
die gemeinsame Marke der Lausitz
Energie Verwaltungs GmbH, Lausitz
Energie Bergbau AG (kurz LE-B)
und der Lausitz
Energie Kraftwerke AG)
Zukunft voller Energie: Die LEAG gehört zu Deutschlands fünf
größten Stromerzeugern. Das will das Unternehmen mit Sitz in
Cottbus auch in 20 Jahren noch sein. Nur mit dem Unterschied,
dass im Lausitzer Revier die Strom- und Wärmeerzeugung aus
Braunkohle dann Geschichte ist und die Energieregion sich
stattdessen zum grünen Powerhouse Deutschlands entwickelt hat.
Über diese Vision spricht Jörg Waniek, Arbeitsdirektor
und Personalvorstand der LEAG, bei der Bautzener Rede am 6.
September im Dom S. Petri in Bautzen. Um 19 Uhr heißt es
„Tradition trifft Moderne – die LEAG in der Transformation als
Spiegelbild der Lausitz“. Mit dem Gesprächsformat meldet sich
die Veranstaltungsreihe der unabhängigen Initiative „Bautzen
gemeinsam“ aus der Sommerpause zurück.
Heute versorgt die LEAG Millionen Haushalte, die Industrie und
das öffentliche Leben mit Energie. In seinen Kernregionen im
Osten des Landes – der Lausitz und dem mitteldeutschen Revier
– stellt das Unternehmen die Fernwärme für Kommunen und
Unternehmen bereit. Mit rund 7.000 Mitarbeitenden zählt die
LEAG zu den größten privaten Arbeitgebern in der Region.
Parallel durchläuft das Energiesystem seine bisher größte
Transformation. Für Energiewende und den Strukturwandel in den
Revieren will der Energiedienstleister auf Erneuerbare
Energien und zukunftsweisende Technologielösungen setzen.
Jörg Waniek, Jahrgang 1968, ist seit 2019 im gemeinsamen
Vorstand der Lausitz Energie Bergbau AG und Lausitz Energie
Kraftwerke AG für das Ressort Personal zuständig. Zuvor
leitete er zehn Jahre das Personalmanagement der Lausitz
Energie Bergbau AG und Lausitz Energie Kraftwerke AG
einschließlich der Vorgängerunternehmen Vattenfall Europe
Mining AG und Vattenfall Europe Generation AG. Weitere
berufliche Stationen führten dem Juristen zu envia
Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) und der MEAG -
Mitteldeutsche Energieversorgung AG.
6. September, 19 Uhr - Dom St. Petri Bautzen,
Der Eintritt ist frei.
Bereits um 18 Uhr beginnt an selber Stelle das wöchentliche
Friedensgebet.

.78. „Lasst
uns das demokratische Miteinander aus der
Perspektive der Hoffnung gestalten“
Bischöfe
veröffentlichen Aufruf zu Landtagswahlen 2024

Landesbischof Tobias Bilz, Bischof Heinrich
Timmerevers. © Michael Baudisch
Zu den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen am 1. September
2024 haben sich die leitenden Geistlichen mit Wahlaufrufen zu
Wort gemeldet. In einem gemeinsamen Aufruf wenden sich
Landesbischof Tobias Bilz, Evangelisch-Lutherische
Landeskirche Sachsens, und Bischof Heinrich Timmerevers,
Bistum Dresden-Meißen, vor der Landtagswahl an die
sächsische Bevölkerung.
Sie rufen dazu auf, sich mit der eigenen Stimme in das
demokratische Miteinander einzubringen und es aus einer
Perspektive der Hoffnung zu gestalten.
Aufruf zur Landtagswahl 2024
Am 1. September 2024 werden auch in unserem Bundesland bei den
Landtagswahlen die
Weichen für die Weiterentwicklung unseres Landes in den
kommenden fünf Jahren gestellt. Viel hängt von dieser Wahl ab.
Die Einschätzungen zu den bestehenden
Herausforderungen in den verschiedenen Politikfeldern und
den sich daraus ergebenden notwendigen Handlungsstrategien
gehen teilweise weit auseinander und bleiben zudem oft
unversöhnlich nebeneinander stehen.
Wie sollen wir damit umgehen?
Die Unvorhersehbarkeit der Zukunft ruft in uns
widersprüchliche Gefühle und Gedanken
hervor: Zuversicht und Angst, Gelassenheit und Sorge,
Gewissheit und Zweifel. Wir erleben in diesen Tagen und in
unserem Land Menschen, die entmutigt wirken; die mit
Misstrauen und Pessimismus auf die bestehenden
Verhältnisse blicken. Mit Sorge sehen wir, dass Ängste bewusst
geschürt werden und Polarisierung als politisches Kalkül
vorangetrieben wird.
Als Christen kennen wir die Hoffnung als starke Kraft, die uns
in Erwartung des Guten trägt und unser Leben gestalten lässt.
Hoffnung ist eine der drei göttlichen Tugenden, die uns
als Mensch ins Herz „eingegossen“ ist. Der Apostel Paulus
sagt, „die Hoffnung lässt nicht zugrunde gehen.“ (vgl.
Röm 5,5)
Geben wir der Hoffnung Raum in unserem Leben. Achten wir auf
das Gute in der Welt und
bringen uns dafür ein. Lassen wir uns weder von blinder
Arglosigkeit noch von sorgenvoller Ängstlichkeit leiten,
sondern von der Hoffnung, mit der klaren Option für das Gute.
Es ist eine aktive persönliche Entscheidung, das Leben von der
guten Seite zu betrachten.
Pointiert gefragt: Wie wäre es, sich nicht von Problematiken
beherrschen und einschüchtern zu lassen, sondern
stattdessen Schaffenskraft und Zuversicht zu schöpfen aus den
vielen positiven Erfahrungen in unsere Region, aber auch in
unseren Familien und Freundeskreisen?
Die Voraussetzung für unsere Freiheit und für den gewachsenen
Wohlstand sind von vielen mit großem Einsatz erkämpft
worden – dafür sind wir dankbar. Zugleich wissen wir uns
der damit verbundenen Verantwortung für die Freiheit auch
verpflichtet.
Angesichts der bevorstehenden Landtagswahl rufen wir auf, vom
Wahlrecht am kommenden Sonntag Gebrauch zu machen.
Bringen wir uns auch auf diese Weise in unser demokratisches
Miteinander ein und gestalten wir mit – aus der Perspektive
der Hoffnung.
Tobias
Bilz
Landesbischof der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens
Heinrich Timmerevers
Bischof von Dresden-Meißen
(Quelle: Bistum Dresden-Meißen)
.78.
Literaturcafé: "All das geschieht, während es
all das gibt" Briefe eines Ehepaares während
des 2. Weltkriegs
Die
Überschrift
„All das geschieht, während es all das gibt“ bündelt den
Briefwechsel eines jungen Paares zwischen 1938 und 1942.
Darin spiegeln sich die Spannungsfelder zwischen Alltag,
Krieg, nationalsozialistischer Propaganda und realen
Erfahrungen dieser „einfachen“ Leute wider.
Die Briefe stammen aus einem ca. 4000 Briefe umfassenden
Nachlaß des Paares. Statt diese umfangreiche Korrespondenz
einfach wegzuwerfen, gaben die Nachfahren alles der Uni
Göttingen.
Letztlich kamen Jugendliche des TiK mit ausgewählten Briefen
in Berührung und gestalteten eine multimediale Lesung:
Am Abend lesen sie die Briefe mit verteilten Rollen.
Um die historische Entwicklung dieser Zeit zu illustrieren,
entstand eine PowerPoint-Präsentation, bestehend aus Zitaten
und Bildern, die zur Lesung gezeigt wird.
Die Lesung will keine Geschichtsstunde sein, sondern die
Zuhörenden zu Vergleichen mit dem Heute anregen.
Die Lesung ist eine Kooperation des TiK (Treff im Keller) mit
dem Ökumenischen Domladen e.V.
23. August 2024, 18.30 Uhr im Domladen.
Der Eintritt ist frei. Wir bitten um eine Spende
.Literaturcafé
mit Christian Schneider
Ganz
herzlich laden wir Sie zum 77. Literaturcafé am Freitag,
5. Juli, 18.30 Uhr in den Ökumenischen
Domladen ein.
Mit fast 30 Veröffentlichungen in sorbischer und deutscher
Sprache ist Christian Schneider einer
der
sehr bekannten Lausitzer Schriftsteller. Bei aller
literarischer Vielfalt fehlte ihm bisher ein Krimi. Den legte
Christian Schneider im vergangenen Jahr vor.
Sein "Wassermannräuber" basiert auf einem wahren Kriminalfall:
Ende der 1990er Jahre macht ein Bankräuber die Sparkassen
im Osten Deutschlands unsicher: 28 Überfälle in Sachsen,
Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern kommen auf die Kappe
des Bischofswerdaers. Rund 650.000 Mark erbeutet er.
Dieses wahre Leben greift Christian Schneider nun auf und
erzählt die fiktionale Geschichte von drei Freunden. „Mich
interessiert nicht Mord und Totschlag. Ich wollte
aufschreiben, wie jemand kriminell wird, welche Umstände dazu
führen, spannend und realistisch“, sagt der Autor.
Auf ein Wiedersehen zur Lesung freut sich und grüßt herzlich
Barbara Pohl

.Kirchen
rufen zur Teilnahme an den Wahlen auf
Unter
dem
Motto "Für alle. Mit Herz und Verstand" rufen die großen
Kirchen und ihre Institutionen zur Teilnahme an den Wahlen
auf. Dabei stehen Menschenwürde, Nächstenliebe und
gesellschaftlicher Zusammenhalt im Mittelpunkt.
Zu den Gründen für die Entstehung der Initiative erklärt der
evangelische Landesbischof Tobias Bilz: "Mit dieser Initiative
möchten wir uns als Kirchen positionieren, weil wir
wahrnehmen, wie sich in unserem Land Haltungen, Werte und
Grundeinstellungen, die mit dem christlichen Glauben und dem
Grundgesetz nicht vereinbar sind, verstärken. Die Angriffe auf
unsere Demokratie und die Versuche der Spaltung unserer
Gesellschaft können uns als Christen nicht egal sein. Mit
Sorge nehmen wir wahr, dass eine Partei, die man als
rechtsextrem bezeichnen muss, in Sachsen politisch in die
Verantwortung kommen könnte. Daher möchten wir uns als Kirchen
zusammen mit der Zivilgesellschaft für die
freiheitlich-demokratische Grundordnung engagieren."
Sein katholischer Amtsbruder Heinrich Timmerevers ergänzt:
"Wir möchten dafür werben, mit Besonnenheit, aber auch mit
einem soliden Wertegerüst in dieses Wahljahr zu gehen. Wir
haben das Glück, in einem Land zu leben, in dem freie und
demokratische Wahlen stattfinden. Viele Menschen hier in
Sachsen haben diese Freiheit errungen. Zur Freiheit gehört
aber auch Verantwortung. Wenn wir unsere Wahlentscheidung
treffen, sollten wir nicht nur uns selbst verpflichtet sein,
sondern auch die Folgen für die Gemeinschaft im Blick haben.
Als christliche Kirchen erinnern wir daran, dass unsere
Gesellschaft einen Geist braucht, der das zum Ausdruck und zur
Entfaltung bringt, was uns als Menschen ausmacht.
Menschenwürde, Nächstenliebe, Zusammenhalt kennen keine
Ausnahme."
Aus dem Raum der Kirchen haben sich der Initiative bereits
über ein Dutzend Unterstützer angeschlossen, angefangen von
der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Sachsen über
die kirchlichen Wohlfahrtsverbände Caritas und Diakonie bis
hin zu Akademien, Bildungshäusern und Jugendbereichen.
"Wichtig ist es, dass die Menschen ihr Wahlrecht wahrnehmen.
Nur so können wir die Gesellschaft positiv mitgestalten. Dabei
orientieren wir uns an den christlichen Werten wie
Nächstenliebe und Solidarität. Niemand darf ausgegrenzt
werden", hebt Caritasdirektor Matthias Mitzscherlich die
Bedeutung des Anliegens hervor.
Mehr Informationen: www.fuer-alle.info
(Quelle: Caritasverband für das Bistum Dresden-Meißen e.V.)
.Filmabend
- wir laden Sie ein
Am
Montag, dem 10. Juni 2024, 19 Uhr,
lädt der Ökumenische Domladen zum nächsten Filmabend ein. Es
wird der Spielfilm Die Rumba-Therapie,
ein Film von Franck Dubosc, (Frankreich 2022) gezeigt.
Mittfünfziger Tony ist ein einsamer Wolf wie er im Buche
steht: Morgens tingelt er als lässig rauchender Schulbusfahrer
durch das Pariser Umland, abends träumt er von der großen
Freiheit im fernen Amerika. Nachdem ihm ein Herzinfarkt die
Vergänglichkeit des Lebens bewusst macht, beschließt der
mürrische Einzelgänger, seine Tochter Maria aufzusuchen, die
in Paris als Tanzlehrerin arbeitet und deren Mutter er vor
Marias Geburt sitzen ließ. Tony möchte seiner Tochter
näherkommen, scheut sich aber, sich zu erkennen zu geben.
So meldet er sich unter falschem Namen zum Rumba-Kurs an. Doch
Maria nimmt in ihren Kurs nicht jeden auf. Talent ist gefragt!
Mit seiner Nachbarin Fanny trainiert Tony Tag und Nacht
Hüftschwünge, Leidenschaftsposen und Cha-Cha-Rhythmen und
ergattert sich einen Platz in Marias Rumba-Klasse. Doch lässt
sich die jahrelange väterliche Abwesenheit so einfach
wegtanzen?
Ein Film, wie ihn nur die Franzosen machen können. Kurzweilig
mit witzigen Einfällen und wunderbaren Dialogen, leichtfüßig
erzählt, trotzdem mit Tiefgang und komödiantischen Aspekten.
Der Hauptdarsteller wirkt dank seiner "Unvollkommenheit" sehr
sympathisch und authentisch. Dieser Film hat Charme und ist
sehr berührend. Man kann gar nicht aufhören, zu lachen. Lassen
Sie sich überraschen und freuen Sie sich auf bestes
französisches Kino.
Der Eintriit ist frei.
Um eine Spende wird gebeten.
.Bautzner
Reden - Einladung
„Was
wäre, wenn eine autoritäre Partei an die Landesregierung
kommt?" – Diese Frage steht im Mittelpunkt der nächsten Bautzener
Rede am Freitag, dem 31. Mai. Gast ist Jannik
Jaschinski.
Der Jurist erläutert beim Gesprächsformat im Dom St. Petri
mögliche Szenarien, wie extremistische Parteien die Verfassung
in Deutschlands ganz legal unterwandern könnten.
Die Bautzener Rede beginnt um 19 Uhr.

Jannik
Jaschinski
ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des „Thüringen-Projekts“.
Das Forschungsprojekt zur Resilienz von Demokratie und
Rechtsstaatlichkeit in Deutschland wurde durch die Macher der
juristischen Online-Plattform Verfassungsblog.de initiiert.
Wissenschaftler
um Verfassungsrechtler Maximilian Steinbeis haben dabei
untersucht, ob sich eine Demokratie mit demokratischen Mitteln
abschaffen lässt.
In vielen Gesprächen in Thüringen ist das Projektteam im
vergangenen Jahr der Frage nachgegangen, was tatsächlich
passieren könnte, wenn staatliche Machtmittel in die Hände von
autoritären Populisten fallen. Dabei ist die AfD, nach
Aussagen der Wissenschaftler nur Anlass, aber nicht Gegenstand
der Untersuchung. Das Thüringen-Projekt ist vor dem
Hintergrund demokratiefeindlicher Bewegungen in europäischen
Ländern entstanden, wie in Ungarn oder Polen.
Jene Entwicklungen verfolgt der Verfassungsblog seit Jahren
intensiv. In seinem Bautzener Vortrag stellt Jannik Jaschinski
Bezüge und Vergleiche zu Sachsen her. Der Mitarbeiter am
Thüringen-Projekt hat Rechtswissenschaft und
Volkswirtschaftslehre in Heidelberg, Paris und Santiago de
Chile studiert. Daneben ist er Rechtsreferendar am
Kammergericht Berlin mit Stationen unter anderem beim
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, der
Gesellschaft für Freiheitsrechte und der Europäischen
Kommission.
Die „Bautzener Rede“ organisiert seit November 2022 die
Initiative „Bautzen gemeinsam“ in Kooperation mit dem
Ökumenischen Domladen. Die Gruppe vereint Menschen aus
unterschiedlichen Bereichen der Wirtschaft, Kultur, Bildung
und Kirche in und um Bautzen. Ihre Vision ist ein positives
und vielfältiges Miteinander in der Stadt.
Für die „Bautzener Reden“ erhielt „Bautzen gemeinsam“ den
Engagement-Preis „machen!2023" in der Kategorie
„Lebensqualität & Miteinander”. Der Bundeswettbewerb
würdigt das vielfältige Engagement in ländlichen Regionen
Ostdeutschlands.
Seit Beginn des Jahres sind darüber hinaus die „Bautzener
Reden“ als Podcast bei allen gängigen Streamingdiensten
nachzuhören. Dort finden sich bereits die Gäste Ruprecht
Polenz, Ulrike Herrmann und Petra Köpping. Als nächstes dürfen
sich die Hörerinnen und Hörer auf die „Bautzener Rede“ von
Bundespräsident a.D. Joachim Gauck freuen.
Mit der Bautzener Rede am 31. Mai verabschiedet sich das
Format in die Sommerpause. Zurück ist es am 6. September mit
Jörg Waniek von der LEAG.
.Literaturcafé
mit Christiane Schlenzig
Ganz
herzlich laden wir Sie zum 76. Literaturcafé des Ökumenischen
Domladen am Freitag, 31. Mai, 18.30 Uhr in
den Ökumenischen Domladen ein.
Für ihren neusten Band mit Erzählungen ließ sich Christiane
Schlenzig von alten Fotoalben
inspirieren.
So entstanden spannende Reiseabenteuer, die zu zweit, allein
oder mit Freunden erlebt wurden.
Die in Fotoalben verpackten Erinnerungen entführen uns nach
Paris und Rom, nach Marokko und auf Mittelmeerinseln.
Glückliche Momente und Abenteuer spielen ebenso eine Rolle wie
Angst und Verluste in fremden Umgebungen.
Für musikalische Akzente zur Lesung sorgt die junge
Geigerin Magdalena Herrmann aus
Dresden.
Der Eintritt ist kostenfrei.
.Zu
Ostern in Lviv/Lemberg in der Ukraine
Am
Nachmittag
des ersten Sonntags im Mai, dem Ostersonntag der mit Rom
unierten ukrainisch-katholischen Christen, komme ich zusammen
mit Michael Vetter, dem Bautzener evangelischen Domkantor,
nach 10stündiger Fahrt gut im Zentrum von Lviv/Lemberg an.
Mit einem kleinen Hilfstransport überbringen wir der
Sozialstiftung „St. Wolodymyr Fonds“ der
ukrainisch-katholischen Kirche vor allem Medikamente, die wir
von den Geldern des Spendenprojekts des Ökumenischen Domladens
Bautzen gekauft haben bzw. die gespendet worden sind. Der
Grenzübertritt ist auf der Hin- und Rückreise kein Problem -
die Grenze von Polen in die Ukraine war im Vergleich zu früher
leer.
Der
Geschäftsführer
der Stiftung, Ihor Matushevskyy , erwartet uns an unserem
Hotel – ihn und einige weitere ukrainische Freunde kennen wir
schon seit mehr als zwei Jahrzehnten.
Am Ostersonntagabend in der Innenstadt von Lemberg: Männer
spielen Schach, junge Leute musizieren, ein munteres Treiben
überall. In Gesprächen wird schnell deutlich, wie
belastet, traurig und bekümmert die Menschen sind – sie wollen
kein Leben unter Putin, keine autokratische Diktatur! Sie
begrüßen sich trotz allem mit Freude: „Christos woskress“,
Christus ist auferstanden. Und sie wollen die Hoffnung nicht
aufgeben, gerade zu Ostern, dass alles gut wird und Putins
Armee sich wieder nach Russland zurückzieht.
Am
Ostermontagmorgen
nehmen wir an einer Messfeier mit dem ukrainisch-katholischen
Bischof von Lemberg, Wolodymyr Hruza, in der St.
Georgs-Kathedrale teil, in der ein verheirateter Diakon zum
Priester geweiht wird. Der Bischof macht dem Neupriester Mut
und bittet ihn, für die Menschen da zu sein, Hoffnung zu geben
und Wunden zu heilen.
Anschließend treffen wir ihn in der bischöflichen Caféteria –
er spricht von seinen Sorgen, vor allem von den vielen Opfern
und den psychischen Problemen, die immer mehr Menschen in der
Ukraine zu schaffen machen. Erst im Herbst letzten Jahres war
Bischof Wolodymyr in Deutschland, um für Unterstützung für ein
Rehabilitationszentrum zu werben, das für Menschen, die an den
Folgen des Krieges leiden, errichtet werden soll.
„Inzwischen gibt es keinen sicheren Ort mehr in der
Ukraine. Auch nicht im Westen, selbst wenn es dort etwas
ruhiger ist. Man weiß nie, wann und wo die nächsten Raketen
einschlagen“, so der Bischof. „Wir hoffen auf einen gerechten
Frieden, wenn wir diesen Krieg gewonnen haben werden. Diese
Hoffnung trägt uns.“
Sehr beeindruckend war der Besuch
des Soldatenfriedhofs am großen Lemberger Friedhof – die
Plätze für getötete Soldaten haben auf dem Friedhof selbst
nicht mehr ausgereicht. Mehr als 700 überwiegend junge
Soldaten sind hier beerdigt - insgesamt wurden bisher 7000 aus
Lviv und dem Lemberger Gebiet von Putin und seinen Handlangern
ermordet! Die Trauer und der Schmerz schreien zum Himmel.
Angehörige beten vor den Gräbern – auch eine Gruppe einer
Schwesterngemeinschaft. Das Friedhofsfeld ist zu einem
Wallfahrtsort geworden.
Die Lagerräume der Stiftung St. Wolodymyr Fonds, die wir
anschließend besichtigen, befinden sich in den
Wirtschaftsgebäuden eines ehemaligen Gefängnisses für 2000
Gefangene – früher war hier der St. Wolodymyr Fonds aktiv. Ein
Investor will daraus eine Hotelanlage machen – wenn der Krieg
vorbei ist. Bis dahin hat er die Gebäude kostenlos der
Stiftung überlassen, incl. Wachdienst rund um die Uhr. Von
hier aus können die Mitarbeitenden der Stiftung den Menschen
helfen, auch mit Transporten in die Süd- und Ostukraine.
In
einem
Keller einer Kultureinrichtung besuchen wir dann eine private
Drohnenwerkstatt. Es werden uns selbstkonstruierte
Drohnenabwehrsysteme gezeigt – russische Drohnen können so
fehlgeleitet werden und zerstören nicht ihr Ziel. Mitunter
werden sie wieder aufbereitet und zurückgeschickt …
Am Ostermontagabend gibt Michael Vetter ein fulminantes
österliches Konzert in der ausverkauften Lemberger Orgelhalle.
Die Menschen sind begeistert von Johann Sebastian Bach -
„Christ ist erstanden“ - oder Johann Ludwig Krebs - „Allein
Gott in der Höh sei Ehr“. Der Beifall will kein Ende nehmen –
wir sind dankbar, dass mit der Musik ein wenig Freude und
Hoffnung vermittelt werden konnte.
Wir werden diese Tage so schnell nicht vergessen und wollen
wiederkommen – stand with ukraine!
Peter-Paul Straube, 16.05. 2024
.Bautzner
Reden - Einladung

.Bautzner
Reden - Einladung
Expertin
für Sicherheit in Europa spricht bei den Bautzener Reden
Bei der nächsten Veranstaltung der Gesprächsreihe Bautzener
Reden am 3. Mai 2024 ist Claudia Major
zu Gast - bekannt aus politischen Talk-Shows und
Nachrichtensendungen.
Claudia Major ist eine gefragte Expertin, wenn es um Fragen
der Sicherheit in Europa geht.
Unter der Überschrift „Europäische
Sicherheit neu denken auf dem Weg zum Frieden“ wird
die
1976 Geborene zentrale Fragen einer künftigen europäischen
Sicherheitsordnung beleuchten - vor allem vor dem
Hintergrund des Ukrainekrieges.
Claudia Major ist Forschungsgruppenleiterin für
Sicherheitspolitik der Stiftung Wissenschaft und Politik, die
vorrangig die Bundesregierung und den Bundestag in Fragen der
Außen- und Sicherheitspolitik berät, aber auch EU und
Nato.
Organisiert wird das Gesprächsformat Bautzener Reden seit
November 2022 durch die Initiative „Bautzen
gemeinsam“ in Kooperation mit dem
Ökumenischen Domladen.
Seit Beginn des Jahres 2024 sind die „Bautzener Reden“ als
Podcast bei allen gängigen Streamingdiensten nachzuhören. Dort
finden sich bereits die Gäste Ruprecht Polenz, Ulrike Herrmann
und Petra Köpping; demnächst kommt die Rede des ehemaligen
Bundespräsidenten Joachim Gauck dazu. (SZ)
„Europäische Sicherheit neu denken auf dem Weg zum Frieden“
mit Claudia Major, Freitag, 3. Mai 2024, 19 Uhr, Dom St.
Petri, Bautzen
Eintritt frei
(Quelle: Sächsische Zeitung vom
3. Mai 2024)
.Pressemitteilung
Dom
St. Petri Bautzen
Sonntag, 21. April 2024, 17.00 Uhr
Benefizveranstaltung
Musik und Texte
von Liebe und Frieden
Unter dem Eindruck des andauernden Aggressionskriegs Russlands
in der Ukraine erklingen im Dom St. Petri Bautzen am Sonntag, 21.
April, um 17.00 Uhr Musik sowie Texte
von der Liebe und der Bitte um Frieden.
Dabei kommen Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy sowie
Motetten von Bob Chilcott, Michael Pytlik und Felix Bräuer zur
Aufführung.
Mitwirkende der Benefizveranstaltung sind Dompfarrer Veit
Scapan, Lutz Hillmann (Intendant des Deutsch-Sorbischen
Volkstheaters), Dr. Peter-Paul Straube (Vorsitzender des
Ökumenischen Domladens Bautzen), das Ensemble FridayBrass der
Kreismusikschule Bautzen unter der Leitung von Clemens
Kowollik, Mitglieder der Evang. Kantorei St. Petri, des Chors
am Vormittag und Katharina Salden (Sopran). Die musikalische
Leitung hat Michael Vetter.
Wir danken allen Ausführenden sehr herzlich, dass sie
zugunsten der Sozialstiftung auf jegliches Honorar verzichten.
Die Spenden dieser Veranstaltung kommen dem Hilfsprojekt des
Ökumenischen Domladens in der Ukraine zugute. In der
westukrainischen Stadt Lviv/Lemberg versucht die
Sozialstiftung „St. Wolodymyr Fonds“ der
ukrainisch-katholischen Kirche insbesondere Flüchtlingen und
vom Krieg geschädigten Menschen zu helfen.
Dieses Benefizkonzert findet statt als
Kooperationsveranstaltung des Evang.-Luth. Kirchspiels
Bautzen, des Ökumenischen Domladens Bautzen sowie des
Rotary-Clubs Bautzen/Budyšin.
.Filmabend
- wir laden Sie ein
Der
nächste Filmabend im Ökumenischen Domladen Bautzen, an den
Fleischbänken 5, findet am Montag, 15.
April um 19 Uhr statt. Es wird der Film "Die
einfachen Dinge" von Éric
Besnard (Frankreich 2023) gezeigt.
Nach seinem großen Erfolg mit "Birnenkuchen
mit Lavendel" legt Éric Besnard nun
einen neuen Film vor, in dem es um eine besondere Freundschaft
geht: Der schwer beschäftigte Tech-Champion und Workaholic
Vincent (Lambert Wilson) sitzt nach einer Autopanne im Gebirge
fest. Vom wortkargen Eigenbrötler Pierre (Grégory Gadebois),
der als Selbstversorger zurückgezogen auf einem Hof vor
träumerischer Bergkulisse wohnt, wird er aufgegabelt und für
die nächsten Stunden verköstigt.
Mit Pierre hat Vincent den personifizierten Einklang mit der
Natur vor Augen und schnuppert zum ersten Mal Landluft.
Als er kurz nach seinem Aufenthalt bei Pierre Panikattacken
erleidet, muss Vincent sich eingestehen, dass er eine Pause
vom Hochleistungsleben braucht – und er hat auch schon eine
Idee, wo er sie verbringen möchte – und mit wem …
Herzliche Einladung an Sie
.Bautzner
Rede - Einladung
Als
erster Ostdeutscher wurde der frühere DDR-Bürgerrechtler Joachim
Gauck am 18. März 2012 zum
Staatsoberhaupt gewählt.
Nun ist er Gast des Gesprächsformats der Gruppe „Bautzen
gemeinsam“.
„Der Staat, die Demokratie sind WIR. Der Staat und die
Demokratie können nur so funktionsfähig, effektiv, tolerant,
lebens- und liebenswert sein, wie WIR sie gestalten“.
Diese Worte stammen von Joachim Gauck. Das ist die Quintessenz
der Rede des Bundespräsidenten a. D., die er beim Kongress
"Demokratie unter Druck" im November 2023 in Berlin hielt.
Nun macht der Christdemokrat einen Abstecher nach Bautzen. Auf
Einladung der Gruppe „Bautzen gemeinsam“ hält er am
Freitag, dem 12. April, eine „Bautzener Rede“. Thema ist „Die
liberale Demokratie und ihre Bedrohungen“. Die
Veranstaltung beginnt um 19 Uhr.
Joachim Gaucks Lebensthemen sind Freiheit und Demokratie.
Geboren 1940 in Rostock arbeitete er dort bis 1989 als
Pfarrer, in Norddeutschland Pastor genannt. Schon vor der
politischen Wende 1989 organisierte der Theologe
Friedensgebete; er war Sprecher der Bürgerbewegung Neues Forum
in Rostock und 1990 Abgeordneter der ersten frei gewählten
Volkskammer. Zwischen 1990 und 2000 war er Bundesbeauftragter
für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der
ehemaligen DDR. Als erster Ostdeutscher wurde der frühere
DDR-Bürgerrechtler am 18. März 2012 zum Staatsoberhaupt
gewählt.
In seiner Abschiedsrede sagte er vor sieben Jahren: „Nun, nach
fast fünf Jahren bin ich stärker beeinflusst von dem
Bewusstsein, dass diesem demokratischen und stabilen
Deutschland auch Gefahren drohen. Und dass große Anstrengungen
notwendig sein werden, um es für die Zukunft stark zu
machen...“
Welche
Anstrengungen
notwendig sind, woher Gefahren kommen und wie Toleranz,
Respekt, die Fähigkeit zum Kompromiss und die Achtung der
Rechte von Minderheiten einen grundlegenden „programmatischen
Bestand“ der Demokratie bilden – auf Suche nach Antworten auf
all jene Fragen begibt sich Joachim Gauck bei seiner
„Bautzener Rede“.
12. April 2024 - 19 Uhr im Dom St. Petri Bautzen
Organisiert wird das Gesprächsformat seit November 2022 durch
die Initiative „Bautzen gemeinsam“ in Kooperation mit dem
Ökumenischen Domladen. Die Gruppe vereint Menschen aus
unterschiedlichen Bereichen der Wirtschaft, Kultur, Bildung
und Kirche in und um Bautzen. Ihre Vision ist ein positives
und vielfältiges Miteinander in der Stadt..
.Ostern
Osterspaziergang
in
aussichtsloser nacht
ein
totenlicht ans grab bringen
aufbruchstimmung
am wegrand
es
knospen die ersten kreuzblütler
der
neue morgen öffnet mir
engelsgleich
die augen
bei
licht besehen
ist
das grab kein Endlager mehr
überwältigt
betrete ich
den
aufwachraum ins unbegrenzte
Andreas
Knapp
Gesegnete und frohe Ostern 2024 wünschen das Team und Vorstand
des Ökumenischen Domladens Bautzenreites Bündnis
.Poesie
für Demokratie
Mächtige
Stimmen für Toleranz und Menschlichkeit
Breites Bündnis lädt zur dritten Demo gegen Rechtsextremismus
mit „Poesie für Demokratie“ auf dem Bautzener
Kornmarkt ein.
„Bautzen nimmt Platz“ auf dem
Kornmarkt heißt es am Sonntag, dem 24. April an der Spree.
Bereits zum dritten Mal ruft ein Bündnis aus Vereinen,
Gewerkschaften, Initiativen, Institutionen und Sozialverbände
zu einer Veranstaltung für Toleranz und Menschlichkeit auf.
Von 15 bis 17 Uhr treten
unter dem Motto „Poesie für Demokratie“ Sprach-Künstler auf.
Jetzt legt Theresa Sperling, die Deutsche Meisterin im
Poetry Slam aus Nordhorn wie auch der Leipziger Dichter Yannik
Sellmann einen sprachgewaltigen Zwischenstopp in Bautzen ein.
Veranstalter ist das tvBUNT-Netzwerk.
Der Poetry Slammer Yannik Sellmann ist
zweifacher Bayerischer Meister und zweifacher Münchner
Stadtmeister und Stand Up Comedian. Die in Nordhorn lebende Theresa
Sperling ist seit 2014 im Poetry Slam
aktiv.
Bei dem Veranstaltungsformat tragen Künstlerinnen und Künstler
selbst verfaßte Texte vor, die anschließend von einer
Publikums-Jury bewertet werden. Außerdem werden junge
Dichtkünstler aus Bautzen erwartet, Schauspieler des Bautzener
Theaters und Bollywood-Tänzer.
Die Aktion knüpft an die beiden Demonstrationen für Toleranz
und Demokratie im Januar und Februar an. Die Veranstaltung am
24. April will zudem eine Brücke zu der neuen Bautzener
Veranstaltungsreihe „Happy Monday- Wjeso?a pónd?ela“ schlagen.
Ab 8. April lädt ein breites Bündnis zu der Kultur- und
Kunstaktion auf wechselnden Bautzener Plätzen ein. Immer
montags gibt es bis 10. Juni unterschiedlichste
Veranstaltungen zwischen Konzerten, Kino und Kleinkunst.
Beteiligt sind daran über 50 unterschiedliche Initiativen.
Mitmacher sind noch herzlich willkommen.
(happy-monday-bautzen.de/)

Seit Mitte Januar 2024 gehen deutschlandweit in vielen Städten
Hunderttausende auf die Straßen, um sich für eine wehrhafte
Demokratie einzusetzen. Zur beiden Veranstaltung in Bautzen
kamen mehr als 3.000 Menschen, um zu zeigen, wie wichtig
Aufstehen, das Miteinander und, dass Bautzen eine vielseitige
und bunte Stadt.
.Literaturcafé
mit Regina Scheer - Herzliche Einladung
ganz
herzlich laden wir Sie zum 75. Literaturcafé des Ökumenischen
Domladen am Freitag, 5. April,
18.30 Uhr ins Kirchgemeindehaus St. Petri, Bautzen, Am
Stadtwall 12 ein.
Es ist ein kleines Jubiläum, dieses 75. Literaturcafé des
Ökumenischen Domladens: wir verdanken es dem anhaltenden
Interesse unserer geschätzten Zuhörerschaft an den
unterschiedlichsten Lesungen. Haben aus Sie vielen Dank!
Aus Anlass des 75. Literaturcafés begrüßen wir die renommierte
Schriftstellerin Regina Scheer.
In ihrem 2019 erschienen Roman "Gott wohnt im Wedding" erzählt
sie ganz dicht und in großem Stil von Arbeitsmigrantinnen und
-migranten aus Polen und Rumänien, von Sinti und Roma und von
einem völlig heruntergekommen Haus im ehemals ärmlichen
Berliner Stadtteil Wedding. Hier leben diese Menschen meist
illegal und unter unmenschlichen Verhältnissen, um in Berlin
auch etwas vom großen Kuchen "Glück" abzubekommen
Und Regina Scheer erzählt von Gertrud, die immer noch unterm
Dach diese Hauses lebt und von Leo. Er kehrt nach 70 Jahren
aus Israel nach Deutschland zurück, obwohl er das eigentlich
nie wollte. 70 Jahre zuvor konnte er sich als Jude mit
Gertruds Hilfe eben in diesem Haus verstecken. Die Gegenwart
holt die Vergangenheit ein.
Sie sind herzlich dazu eingeladen
Bitte beachten Sie: Die Lesung findet im Kirchgemeindehaus St.
Petri, Am Stadtwall 12 statt.
Am Abend liegt auch das Jahresprogramm der beiden
Veranstaltungsreihen des Ökumenischen Domladens - Filmabende
und Literaturcafè 2024 - aus.
.Bautzener
Rede - Einladung
Damit
die Wut uns nicht zerreißt - Wer hält
unsere Gesellschaft zusammen? Petra Köpping kommt mit
ihrem Vortrag zur nächsten „Bautzener Rede“.
Am Freitag, dem 1. März, spricht Sachsens Staatsministerin für
Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt im Dom St. Petri.
Ihr Credo: „Mein Haus heißt nicht umsonst ›Staatsministerium
für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt‹. Mein
Haus und ich stehen für eine Politik, die für Menschen kämpft,
die für andere Menschen da sind.“
Petra Köppig gilt als „Versteherin der Ostdeutschen“. Immer
wieder hat sie vor den Folgen einer tiefen Spaltung der
Gesellschaft gewarnt, so auch in ihrem Buch »Integriert doch
erst mal uns!« Dort stellt sie Fragen wie „Warum sind das
Misstrauen und die Distanz zu Demokratie und Politik in
Ostdeutschland so groß?“ oder „Woher kommt all die Wut?“
Mit Nachdruck fordert sie in der Streitschrift eine
gesamtdeutsche Aufarbeitung der Nachwendezeit. In den
unbewältigten Demütigungen, Kränkungen und Ungerechtigkeiten,
in den Lebensbrüchen und Entwurzelungen der 1990er Jahre sieht
sie eine wesentliche Ursache heutiger Dilemmata. Bei den
Bautzener Reden versucht die Politikerin Antworten zu finden,
wer letztlich die Gesellschaft zusammenhält.
Petra Köpping hat eine ostdeutsche Biografie: die Staats- und
Rechtswissenschaftlerin war von 1989 bis 1990 Bürgermeisterin
der Gemeinde Großpösna. Im Anschluss arbeitete sie vier Jahre
als Außendienstmitarbeiterin der Deutschen
Angestellten-Krankenkasse. 1994 wurde sie erneut zur
Bürgermeisterin von Großpösna gewählt. Von 2001 bis 2008 war
Petra Köpping Landrätin des Landkreises Leipziger Land. Als
Parteilose ging sie für die SPD ins Rennen und nahm erstmals
der bis dahin dominierenden CDU in Sachsen einen Landkreis ab.
Bis zu ihrer ersten Wahl in den Landtag 2009 arbeitete Petra
Köpping dann als Kommunalberaterin bei der Sächsischen
Aufbaubank in Dresden. In die SPD trat sie 2002 ein. Von 2014
bis 2019 war sie Sachsens Staatsministerin für Gleichstellung
und Integration, seitdem steht sie dem Staatsministerium für
Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt vor.
Nächste Gäste der Initiative:
Bundespräsident a.D. Joachim Gauck (12.
April)
und die Sicherheitsexpertin und Politikwissenschaftlerin Claudia
Major (3. Mai).
Bautzener Reden am Freitag, dem 1. März,
19 Uhr, mit Petra Köpping zum Thema „Damit die Wut uns
nicht zerreißt: Wer hält unsere Gesellschaft
zusammen?“ im Dom St. Petri
Bautzen.
Der Eintritt ist frei. Bereits um 18 Uhr beginnt das
wöchentliche Friedensgebet. Der Dom ist beheizt.
.Zweite
Demonstration gegen Rechtsextremismus am 25.
Februar
Ein
breites Bündnis ruft für den 25. Februar
2024 zu einer Demonstration für
Demokratie und Toleranz und gegen Rechtsextremismus in Bautzen
auf.
Mit dabei ist die Band Banda Comunale.
Zahlreiche Vereine, Gewerkschaften, Initiativen, Institutionen
und Sozialverbände rufen zur Teilnahme an der Demo auf, die
unter dem Motto "Bunte Blasmusik gegen Rechtsextremismus -
Gemeinsam für Menschlichkeit und Demokratie" steht.
Beginn ist um 14 Uhr auf den Hauptmarkt.
Anschließend geht es mit der Band Banda Comunale durch die
Stadt.
"Wir wollen erneut ein Zeichen für ein offenes Bautzen setzen
und stehen für Solidarität, Freiheit, Menschenrechte. Die
große Mehrheit unserer Gesellschaft steht hinter diesen
Grundpfeilern der Demokratie. Das kann man am Sonntag bunt und
mit Spaß zeigen“, sagt Maren Düsberg, Sprecherin vom
"Trägerverbunt", einem Netzwerk für Demokratie und Vielfalt im
Landkreis Bautzen.
Zu einem zweiten Protest lade ein breites Bündnis ein, "da
Montag für Montag Rechtsextremisten, Verschwörungsideologen
und Reichsbürger versuchen, die Stimmung in der Stadt Bautzen
zu bestimmen", heißt es in der Ankündigung der Demo.
Auch der sogenannte Jugendblock sei montags immer dabei. Laut
des Landesverfassungsschutzes Sachsen gehört die Gruppe zum
„Beobachtungsobjekt der subkulturell geprägten
rechtsextremistischen Szene“.
„Umso wichtiger ist es, dass der Gegenprotest nach der
erfolgreichen ersten Veranstaltung weitergetragen wird und wir
wieder gemeinsam Gesicht zeigen“, so Maren Düsberg. Zur ersten
Demonstration gegen Rechts in Bautzen am 27. Januar 2024 kamen
nach Polizeiangaben 1500 Menschen auf den Hauptmarkt.
(Quelle: Sächsische Zeitung)
.Bautzener
Rede - Einladung
Der
Klimawandel und das Ende des Kapitalismus? Nächste Bautzener
Rede am 9. Februar im Dom St.
Petri
Der Abend mit der bekannten Wirtschaftsjournalistin Ulrike
Herrmann verspricht eine spannende Diskussion.
Wir möchten Sie auf die nächste Veranstaltung der "Bautzener
Reden" aufmerksam machen.
Wie wollen wir in Zukunft miteinander leben?
Ulrike Herrmann kommt mit einem Vortrag zum „Ende des
Kapitalismus“ zur nächsten „Bautzener Rede“.
Am Freitag, dem 9. Februar, spricht die Bestseller-Autorin im
Dom St. Petri. In ihrem Vortrag beschreibt die
Wirtschaftsjournalistin, wie aus ihrer Sicht die Zukunft
aussieht - ohne Wachstum, Gewinne, Autos, Flugzeuge, Banken
und fast ohne Fleisch.
Dem „Ende des Kapitalismus“ widmet sich Ulrike Herrmann in
ihrem jüngsten Buch. Zwar habe der Kapitalismus Demokratie und
Wohlstand, ein längeres Leben, mehr Gleichberechtigung und
Bildung gefördert, zugleich aber ruiniere die aktuelle
Wirtschaftsweise das Klima und die Umwelt und gefährde so die
Menschheit. Die Wirtschaftsexpertin erklärt, warum die Welt
ein "grünes Schrumpfen" braucht und warum dies das Ende des
Kapitalismus wäre. Denn dieser sei nur so lange stabil,
solange es Wachstum gibt.
Ulrike Herrmann ist ausgebildete Bankkauffrau, absolvierte die
Henri-Nannen-Schule und studierte Philosophie und Geschichte.
Seit 2000 arbeitet sie bei der taz und publiziert zu sozial-
und wirtschaftspolitischen Themen. In den 80er Jahren war
Ulrike Herrmann CDU-Mitglied, später wurde sie Mitglied bei
den Grünen. 2021 kündigte sie an, die Mitgliedschaft ruhen zu
lassen.
2010 erschien ihr erstes Buch „Hurra, wir dürfen zahlen. Über
den Selbstbetrug der Mittelschicht" im Westend-Verlag. In den
folgenden Jahren publizierte sie unter anderem „Der Sieg des
Kapitals“, „Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung“ und
„Deutschland, ein Wirtschaftsmärchen“.
Häufig wird sie als Kommentatorin zu politischen Talkshows
eingeladen, unter anderem zu Phoenix, Maischberger in der ARD
und Markus Lanz im ZDF. Einen Namen macht sie sich auch durch
zahlreiche Vorträge zu Wirtschaftsthemen bei Stiftungen,
Instituten und Universitäten. Der Gesprächsabend verspricht
spannende Diskussionen.
Organisiert werden die Bautzener Reden seit einem Jahr durch
die Initiative „Bautzen gemeinsam“ in Kooperation mit dem
Ökumenischen Domladen. Die Gruppe vereint Menschen aus
unterschiedlichen Bereichen der Wirtschaft, Kultur, Bildung
und Kirche in und um Bautzen. Ihre Vision ist ein positives
und vielfältiges Miteinander in der Stadt. Unterstützt wird
das Format durch die Hertie-Stiftung.
Für die „Bautzener Reden“ erhielt „Bautzen gemeinsam“ den
Engagement-Preis „machen!2023" in der Kategorie
„Lebensqualität & Miteinander”. Der Bundeswettbewerb
würdigt das vielfältige Engagement in ländlichen Regionen
Ostdeutschlands.
Nächste Gäste der Initiative: Sachsens Sozialministerin Petra
Köpping (1. März), Bundespräsident a.D. Joachim Gauck (12.
April), Sicherheitsexpertin und Politikwissenschaftlerin
Claudia Major (3. Mai)

.Gemeinsam
gegen Rechtsextremismus
Gemeinsam gegen Rechtsextremismus - Gemeinsam für
Menschlichkeit und Demokratie – unter
diesem Motto rufen für Sonnabend, dem 27.
Januar 2024, zahlreiche Vereine, Gewerkschaften
Initiative, Institutionen und Stadträte zu einer Demonstration
auf dem Hauptmarkt in Bautzen auf.
„Wir müssen in dieser Region ein klares Zeichen gegen rechts
setzen. Wenn Friedenstauben von Rechtsextremisten gekapert
werden, ist es für die Zivilbevölkerung Zeit aufzustehen“,
sagt Christian Schäfer vom Trägerverbund
Bautzen (tvBUNT).
Beginn ist 14 Uhr.
Zu den Unterstützern des friedlichen Protests gehört auch der DGB.
Dessen Vorsitzende Dana Dubil ruft dazu auf, am Sonnabend
Haltung und Gesicht zu zeigen. „Der DGB steht für Solidarität,
Freiheit, Menschenrechte. All das gibt es nur in einer
Demokratie. Und diese lassen wir uns nicht kaputtmachen“, sagt
sie.
Ihrem Aufruf schließt sich der Geschäftsführer des Caritasverbands
Oberlausitz,
Torsten Bognitz an: „Ich stehe mit allen #ZusammenGegenRechts,
weil den Lauten nicht die Straße überlassen werden darf und
ich in Sorge um den Zusammenhalt der Gesellschaft bin. Bautzen
hat Besseres verdient. Bautzen ist bunt.“
Auch die Diakonie schließt sich dem Aufruf zur Demo gegen
rechts an: „Das Diakonische Werk Bautzen
gründet
seine Arbeit auf gelebter Nächstenliebe und betrachtet jeden
Menschen als Ebenbild Gottes. Wir wenden uns entschieden gegen
jede Form von Hass, Hetze und Rassismus und alle Versuche
unsere freiheitlich, demokratische Grundordnung zu
unterwandern oder abzuschaffen. #niewiederistjetzt“, sagt
Diakonie-Geschäftsführer Alexander Jesinghaus.
Diese Forderung unterstützt auch Danny Effenberger vom Malteser-Hilfsdienst:
„Demokratie braucht Menschen, die für ihre Grundüberzeugungen
eintreten. Jeder einzelne Mensch ist ein einzigartiges,
unersetzbares Wesen und besitzt die gleiche Würde“, sagt der
Landesgeschäftsführer der christlichen Hilfsorganisation. Die
Malteser würden jedem Menschen in Not helfen - unabhängig von
seiner Herkunft, seiner Religion, seinem Geschlecht, seiner
sexuellen Orientierung oder seiner Weltanschauung. „Diese
Möglichkeit der vorurteilsfreien Hilfe ist ein unschätzbares
Gut, welches es gilt zu bewahren.“
Unterstützt wird die Demonstration auch durch die Gruppe „Bautzen
gemeinsam“. „Demokratie braucht keine Alternative!
Deshalb: Für Freiheit und Demokratie – nie wieder Rechts und
Nationalsozialismus“, sagt einer ihrer Sprecher sowie
Vorsitzender des Ökumenischen Domladens,
Peter-Paul Straube. „Bautzen gemeinsam“ ist eine breit
aufgestellte, überparteiliche Gruppe aus der Zivilgesellschaft
in Bautzen.
Auch Domowina-Vorsitzender Dawid
Statnik schließt sich dem Aufruf für den 27. September an:
„Populismus und Rechtsradikalismus bedrohen die
Grundprinzipien unserer Gesellschaft. Ich stehe für eine
Politik, die die Würde jedes Menschen respektiert und
Minderheiten, wie zum Beispiel das sorbische Volk, vor
Diskriminierung schützt“, sagt er.
Als Redner haben sich bereits angekündigt:
Bautzen Oberbürgermeister Karsten Vogt
(CDU)
Sachsens Innenminister Armin Schuster
(CDU)
Stadträtin Andrea Kubank (Die Linke)
Christian Schäfer (tvBUNT)
Dawid Statnik (Domowina-Vorsitzender)
Tilmann Popp, Superintendent des
ev.-luth.Kirchenbezirkes Bautzen-Kamenz
sowie weitere Vertreter von Vereinen
Seit gut zwei Wochen demonstrieren deutschlandweit in vielen
Städten hunderttausende Menschen gegen Rechtsextremismus
und für Toleranz.
In Görlitz kamen 20. Januar auf dem Marienplatz 2000 Menschen
zum friedlichen Protest zusammen, in Radeberg waren es 700,
die Gesicht gezeigt haben. In Zittau haben sich am 22. Januar
rund 700 Menschen für Toleranz versammelt.
Auslöser der Protestwelle ist eine Correctiv-Recherche über
ein Treffen von Rechtsextremisten im November in Potsdam. Dort
wurde über die massenhafte Ausweisung von Menschen mit
Migrationsgeschichte gesprochen.
Daran hatten unter anderem AfD-Politiker, einzelne
Werteunion-Mitglieder aus der CDU sowie Martin Sellner von der
rechtsextremen Identitären Bewegung teilgenommen.
tvBUNT ist
ein
Netzwerk im Landkreis Bautzen und setzt sich aus
Vertreterinnen und Vertretern von freien Trägern der
Jugendhilfe, Bildungsstätten, Jugendverbänden, Vereinen,
Netzwerken, regionalen Initiativen, Kirchen und Parteien
zusammen.
Dazu gehört auch die Initiative Bautzen bleibt bunt.
.Ostdeutsche
Bischöfe: Eintreten für Demokratie
Gemeinsames
Wort der katholischen "Ost-Bischöfe"
2024 ist ein Jahr der Wahlen. Die Wahlen zum Europäischen
Parlament, zu den Landtagen von Brandenburg, Sachsen und
Thüringen sowie auf kommunaler Ebene fordern unsere
Verantwortung. Wir stehen als Gesellschaft national wie auch
auf europäischer Ebene vor großen und komplexen
Herausforderungen. Deren Folgen spüren wir schon jetzt. Ihre
Bewältigung verlangt uns viel ab.
Viele Menschen verstehen politische Entscheidungen nicht mehr.
Sie sind verunsichert, wütend und haben Angst vor dem sozialen
Abstieg. Das darf uns nicht dazu bringen, uns von
populistischen Aussagen und scheinbar einfachen Lösungen
vereinnahmen zu lassen.
Menschenwürde achten
Wir Bischöfe beobachten diese Entwicklungen in unserem Land
mit Sorge. Demokratische Prozesse und Institutionen werden
angezweifelt und verächtlich gemacht. Populistische,
rechtsextremistische und antisemitische Positionen werden
zunehmend salonfähig. Misstrauen, Hass und Hetze treiben die
Gesellschaft auseinander.
Spätestens die Schrecken der Weltkriege und die Gräueltaten
des NS-Regimes haben uns gelehrt: Die unantastbare Würde des
Menschen zu achten und zu schützen muss die oberste
Richtschnur jedes staatlichen Handelns sein. Politische
Parteien, die diesen Grundsatz in Frage stellen, können nach
unserem Verständnis keine Alternative sein.
Aufruf zur Wahlteilnahme
Deshalb verknüpfen wir dieses Wort nicht nur mit dem Aufruf
zur aktiven Teilnahme an den Wahlen in diesem Jahr, sondern
auch mit einer eindringlichen persönlichen Bitte: Treten Sie
ein für unsere freie und vielfältige Gesellschaftsordnung auf
der Grundlage unserer Verfassung!
Bedenken Sie bei Ihrer Wahlentscheidung: Die Orientierung an
den christlichen Wurzeln unserer Gesellschaft, an den
Menschenrechten, an der Gleichheit der Menschen in allen
Lebensphasen, an den Werten der Demokratie, eines sozialen
Rechtsstaats und einer sozialen Marktwirtschaft hat unserem
Land Frieden und Wohlstand gebracht. Auf dieser Grundlage
werden wir auch die Herausforderungen unserer Zeit bewältigen.
Positionen extremer Parteien nicht akzeptabel
Krude Ausweisungsphantasien für Migranten und ihre
Unterstützer, die Ablehnung von Schutzangeboten für
Geflüchtete, die Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung, der
alleinige Fokus auf Leistungsfähigkeit, die Leugnung des
menschengemachten Klimawandels und die pauschale
Verächtlichmachung von politischen Akteuren und Institutionen
sind mit diesen Grundwerten unserer Gesellschaft unvereinbar.
Wir Bischöfe bringen daher ganz klar zum Ausdruck, dass wir
vor dem Hintergrund unseres eigenen Gewissens die Positionen
extremer Parteien wie dem III. Weg, der Partei Heimat oder
auch der AfD nicht akzeptieren können.
Demokratie als Basis für Leben in Frieden, Freiheit und
Gerechtigkeit
Wir bitten Sie nachdrücklich: Informieren Sie sich vor Ihrer
Wahlentscheidung aktiv und aus unterschiedlichen Quellen.
Fragen Sie nach Begründungen für politische Positionen. Suchen
Sie den kritischen Austausch. Bleiben Sie respektvoll im
Umgang. Prüfen Sie bei Ihren Überlegungen die langfristigen
Folgen für unser Zusammenleben, für Ihre Familien und auch für
Sie ganz persönlich. Wählen Sie verantwortungsvoll.
Wir als Bischöfe sind überzeugt: Es gibt keine bessere
Staatsform als die Demokratie, denn sie ermöglicht uns, in
Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit zu leben. Lassen Sie uns
entschlossen und tatkräftig dafür eintreten und gemeinsam eine
gute Zukunft gestalten.
Dr. Gerhard Feige, Bischof von Magdeburg
Dr. Stefan Heße, Erzbischof von Hamburg
Wolfgang Ipolt, Bischof von Görlitz
Dr. Heiner Koch, Erzbischof von Berlin
Dr. Ulrich Neymeyr, Bischof von Erfurt
Heinrich Timmerevers, Bischof von Dresden-Meißen
Die "Ost-Bistümer" Berlin, Dresden-Meißen, Erfurt, Görlitz,
Hamburg und Magdeburg sind die (Erz-) Bistümer, deren Gebiet
zum Teil oder vollständig die Bundesländer Berlin,
Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt
und Thüringen.
.Bautzener
Rede - Einladung
Bautzen.
Die „Bautzener Reden“ gehen in ein neues Veranstaltungsjahr:
Am 19. Januar begrüßen
wir Ruprecht Polenz, Präsident der
Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, als zwölften
Referenten innerhalb des Bautzener Gesprächsformats im Dom St.
Petri. Seine Rede steht unter der Überschrift „Freiheit ist
anstrengend“. Die Veranstaltung beginnt um 19
Uhr, im Anschluss gibt es die Möglichkeit, mit dem
Referenten ins Gespräch zu kommen.
Ruprecht Polenz wird 1946 in Denkwitz vor den Toren Bautzens
geboren. Er verbringt dort seine Kindheit bis zum sechsten
Lebensjahr. Da seine Eltern nicht wollen, daß er in der DDR
eingeschult und der ideologischen Indoktrination der SED
ausgesetzt wird, flieht die Familie 1952 in den Westen.
Da der Vater eine Laufbahn als Berufssoldat in der Bundeswehr
einschlägt, wächst Ruprecht Polenz durch die Versetzungen in
Randersacker bei Würzburg, Sonthofen im Allgäu und
Tauberbischofsheim auf.
Nach Abitur und Wehrdienst studiert Polenz
Rechtswissenschaften an der Universität Münster. Seit diesem
Zeitpunkt hat er als „Wahl-Münsteraner“ seinen
Lebensmittelpunkt in der traditionsreichen Hansestadt. 1972
tritt er in die CDU ein und gewinnt 1975 sein erstes Mandat im
Rat der Stadt Münster. Im Anschluss engagiert er sich
nebenberuflich bis 1994 in der Münsteraner Kommunalpolitik.
Von 1994 bis 2013 ist er Abgeordneter des Deutschen
Bundestages. Heute folgen dem ehemaligen CDU-Generalsekretär
fast 80.000 Menschen auf Twitter und Facebook. Der 78jährige
gehört in Deutschland zu den meinungsstarken politischen
Influencern.
Mit
seiner
Sicht auf die Welt reiht sich Ruprecht Polenz nun als die Nr.
12 bei den Bautzener Reden ein. Das Format geht zurück auf
eine Initiative der Gruppe „Bautzen gemeinsam“. Deren Idee war
es im Herbst 2022, Menschen mit Stimme nach Bautzen
einzuladen, die etwas zu sagen haben – über das Jetzt und über
das Morgen. Jene Persönlichkeiten des regionalen, nationalen
und internationalen Kultur-, Geistes und Wirtschaftsleben
halten einen Impuls-Vortrag zu einem Thema mit anschließendem,
moderierten Gespräch.
Die Bautzener Reden finden in Kooperation von „Bautzen
gemeinsam“ und dem Verein
„Ökumenischer Domladen Bautzen“ statt.
Für die „Bautzener Reden“ erhielt „Bautzen gemeinsam“ den
Engagement-Preis „machen!2023" in
der
Kategorie „Lebensqualität & Miteinander”. Der
Bundeswettbewerb würdigt das vielfältige Engagement in
ländlichen Regionen Ostdeutschlands. Außerdem fördert das
Projekt 2024 die Gemeinnützige Hertie-Stiftung. Seit mehr als
zwanzig Jahren engagiert sie sich mit eigenen Projekten sowie
durch die Förderung Dritter für eine starke Demokratie.
.Bautzener
Reden - die weiteren Termine
Die
"Bautzener
Reden" finden seit November 2022 statt. Die Veranstaltungen
sind als Impuls-Vortrag mit anschließendem moderierten
Gespräch angelegt. Im Jahr 2023 kamen pro Veranstaltung
zwischen 80 und 200 Personen. Die erste Bautzener Rede fand im
November 2022 mit Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang
Tiefensee statt. Gesprochen haben seitdem unter anderem:
der Schriftsteller Hasnain
Kazim
die Theologin und KI-Expertin Birte
Platow
der Politikwissenschaftler Hans
Vorländer
der Landrat von Mittelsachsen Dirk
Neubauer
Sachsens Innenminister Armin
Schuster
Die Bautzener Reden werden von der Initiative "Bautzen
gemeinsam" in Kooperation mit dem Ökumenischen Domladen
veranstaltet. Im Jahr 2023 erhielt die Initiative für die
Veranstaltungsreihe den "machen!2023"-Preis für
bürgerschaftliches Engagement des Beauftragten der
Bundesregierung für Ostdeutschland Carsten Schneider.
Hier die neuen Termine :
19. Januar: Ruprecht Polenz,
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde zum
Thema "Freiheit ist anstrengend"
9. Februar: Ulrike Herrmann,
Wirtschaftsjournalistin bei der taz, zur sozialen
Marktwirtschaft
1. März: Petra Köpping (SPD),
Sozialministerin im Freistaat Sachsen, Thema noch unbekannt
12. April: Joachim Gauck, bis 2017
Bundespräsident der Bundesrepublik, zum gesellschaftlichen
Zusammenhalt
3. Mai: Claudia Major,
Sicherheitsexpertin und Politikwissenschaftlerin, zum
Ukraine-Krieg
6. September: Klaus Prömpers,
ehemaliger Leiter der ZDF-Studios in Wien und New York zum
Thema "Zerstört Social Media die Demokratie?"
(Quelle: Sächsische Zeitung)
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