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Ökumenischer 
Domladen Bautzen e.V.
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Aktuelles


.Ökumenisches Mittagsgebet für Frieden in der Ukraine

                  
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.Einladung zum Literaturcafé

Sehr herzlich sind Sie zu unserem nächsten Literaturcafé, am Mittwoch, 11. März, 19 Uhr eingeladen.

Zu Gast ist Andreas Knapp. Er liest aus dem gemeinsam mit Melanie Wolfers geschriebenen Buch Atlas der unbegangenen Wege - Eine Reise zu dir selbst.

Beide Autoren verbinden in ihrem Buch persönliche Erfahrungen mit grundsätzlichen Überlegungen und Fragen zur Selbstreflexion, die in Kurswechseln münden können. Dieses Buch ist für die Navigation auf bisher unbegangenen Wegen zu gebrauchen. Reisewarnung des Inwärtigen Amtes: Wenn dieses Buch Sie mitnimmt, kommen Sie anders zurück.

Beide kennen große Umbrüche: sie brachen ihre jeweils prestigeträchtigen Karrieren ab und wagten Neuanfänge: Melanie Wolfers trat in die internationale Ordensgemeinschaft der Salvatorianerinnen in Österreich ein und ist seit 25 Jahren in der Bildungs- und Beratungsarbeit tätig. Seit 2024 ist u.a. sie als Gastgeberin und Moderatorin in der ZDF-Sendung „die letzte Bank“ zu erleben.

Andreas Knapp schloss sich der Gemeinschaft der Kleinen Brüder vom Evangelium an. Nach weltweiten Stationen gründete er 2005 im Plattenbaugebiet Leipzig-Grünau eine neue Bruderschaft. Die "Mönch-WG" ist eine normale Wohnung im Block, die er sich gemeinsam mit 3 Ordensbrüdern teilt und somit Tür an Tür mit all den Leuten im Problembezirk Leipzig-Grünau lebt und tätig ist.

Die Lesung findet wie gewohnt im Ökumenischen Domladen, An den Fleischbänken 5 statt.


.30. Bautzener Rede: Drei Jahre gesellschaftspolitischer Dialog im Dom St. Petri – Rückblick und Ausblick auf 2026

Die Bautzener Reden erreichen einen besonderen Meilenstein: Am Freitag, dem 6. Februar, findet im Dom St. Petri die 30. Bautzener Rede statt. Seit dem Start im November 2022 hat sich das Format zu einer der größten und kontinuierlichsten Reihen politischer Bildung in der Oberlausitz entwickelt.

„Als die Veranstaltungsreihe im November 2022 begonnen hat, hätten wir nicht daran geglaubt, dass wir im Januar 2026 hier im Dom St. Petri stehen und sagen: Diesen Freitag laden wir zur Bautzener Rede Nummer 30 ein“, sagt Christian Tiede von der Initiative „Bautzen gemeinsam“.

An die Anfänge der Reihe erinnert Peter-Paul Straube: „Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) war unser erster Redner. Sein Credo ‚Wir müssen reden! Ein Lob aufs Zuhören, Umdenken und Machen.‘ ist bis heute das Motto der inzwischen beliebten Veranstaltungsreihe.“

Ziel der Bautzener Reden ist es, gesellschaftlich relevante Themen zu bündeln und gemeinsam der Frage nachzugehen, wie wir in Deutschland künftig zusammenleben wollen – und wo Chancen bestehen, Dinge zu verändern oder weiterzuentwickeln. Die Initiative „Bautzen gemeinsam“ greift dabei bewusst brennende Fragen aus Politik, Wirtschaft, Klimawandel und Künstlicher Intelligenz auf, um Denkanstöße zu geben und unterschiedliche Perspektiven im Dom St. Petri sichtbar zu machen.

Der Blick reicht dabei immer wieder über regionale und nationale Grenzen hinaus. Zu den Gästen der vergangenen Jahre zählten unter anderem die Osteuropa-Expertin Sabine Adler, die zur Lage der Ukraine drei Jahre nach dem russischen Angriff sprach, Claudia Major mit ihrem Vortrag „Europäische Sicherheit neu denken – auf dem Weg zum Frieden“, Irina Scherbakowa, Mitgründerin der Menschenrechtsorganisation Memorial (Friedensnobelpreis 2022), zum Thema „Der lange Schatten des Stalinismus. Russland 2025“, sowie die deutsch-amerikanische Politikwissenschaftlerin Cathryn Clüver Ashbrook mit einer Analyse zu Donald Trumps Amerika und den Folgen für Europa.

„Das Format dient dazu, aus einer Position des Ohnmachtsgefühls herauszukommen und den Diskurs in der Mitte der Gesellschaft zu stärken. Wir versuchen, aktuelle Impulse aufzunehmen, um damit auch Wissen weitergeben zu können“, sagt Katja Gerhardi.

Die Bautzener Reden finden monatlich statt – mit einer kurzen Sommerpause und in der Regel im Dezember. Zwischen 100 und 300 Besucherinnen und Besucher nehmen an den Veranstaltungen teil. Bei der Bautzener Rede mit dem Bundespräsidenten a. D. Joachim Gauck kamen 550 Gäste in den Dom St. Petri. „Spannend ist, dass etwa die Hälfte Stammgäste sind, die andere Hälfte mischt sich aber immer wieder neu“, sagt Heinrich Schleppers.

Das Format finanziert sich inzwischen komplett aus Spenden und durch Unterstützung regionaler Unternehmen. Viele Referenten verzichten auch auf ihr Honorar. „Die Bautzener Reden gelten als renommiertes, überparteiliches Diskursformat gelten. Wir bekommen durch die Redner immer positive Rückmeldungen, dass sie gern kommen – und auch alle gern wiederkommen würden“, sagt Lothar Lange. Einige der Reden können übrigens als Podcast nachgehört werden, manche Reden sind auch verschriftlicht auf unserer Seite bautzen-gemeinsam.de zu finden.

Ausblick auf das Programm 2026

Den Auftakt des Jahrgangs 2026 machte am 9. Januar Cathryn Clüver Ashbrook.

Am Freitag, dem 6. Februar, folgt der Jugend- und Generationsforscher Rüdiger Maas, der sich mit der politischen Lebenswirklichkeit junger Menschen auseinandersetzt.

Weitere Termine der Bautzener Reden 2026:

•    6. März: Stefan und Alexander Jakschik, Bautzener Unternehmer, sprechen zum Thema
„Wovon unser Wohlstand lebt: Wertschöpfung und soziale Marktwirtschaft im Wandel“.

•    10. April: Ines Geipel mit der Frage:„Wie erzählen wir uns Ost und West und die Wiedervereinigung? Woher kommt all der Zorn, woher die Verleugnung, wenn es um den aktuellen Zustand des Landes geht?“

•    8. Mai: Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), spricht zum Thema „Technologie, Globalisierung und Polarisierung – das Ende der Demokratie?“

•    5. Juni: Carlo Masala, Politikwissenschaftler und Sicherheitsexperte, mit dem Vortrag „Wenn Russland gewinnt“.

Nach einer kurzen Sommerpause wird die Reihe im September fortgesetzt. Dann werden unter anderem die Politikwissenschaftlerin Julia Reuschenbach sowie Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, zu Gast sein.

Organisiert werden die Bautzener Reden von der überparteilichen Initiative „Bautzen gemeinsam“, einem Zusammenschluss engagierter Bürgerinnen und Bürger aus Wirtschaft, Kultur, Bildung und Kirche in und um Bautzen, in Kooperation mit dem Ökumenischen Domladen Bautzen e.V.

Für dieses Engagement wurden wir 2023 mit dem bundesweiten Engagement-Preis „machen!“ in der Kategorie „Lebensqualität & Miteinander“ ausgezeichnet.


.Schmochtitzer Fastenzeitseminar 2026

Seit 30 Jahren findet das traditionelle ökumenische Fastenzeitseminar im katholischen Bildungshaus in Schmochtitz statt - in diesem Jahr vom 23. Februar bis zum 16. März, jeweils montags um 19.30 Uhr, mit dem Thema: Trotz allem … - Lust auf Kirche.

Trotz allem, was in unseren Kirchen passiert oder auch nicht passiert, wollen wir das Evangelium, die großartige, frohmachende Botschaft Jesu, welche die Kirchen seit Jahrhunderten verkünden dürfen, weiter gemeinsam hören und bedenken sowie in die Welt tragen - gemäß der Überschrift der Abschlusserklärung des Synodalen Weges der katholischen Kirche in Deutschland Ende Januar 2026: Für eine Welt, die Zukunft hat – mit einer Kirche, die Hoffnung macht!

Am ersten Abend (23.02.26) werden die Ergebnisse einer Befragung von Christen vorgestellt, die erstmals ökumenisch durchgeführt wurde: Zwischen Erosion und Relevanz - zu den Ergebnissen der 6. Kirchenmitgliederbefragung, Referent: Dr. Tobias Kläden (Erfurt).

Fluch oder Segen - Säkularisierung gestern und heute, Referent: Prof. Dr. Eberhard Tiefensee
(Leipzig) - an diesem Abend (02.03.26) geht es u.a. darum, ob Säkularisierung (Entkirchlichung, Verweltlichung) auch Chancen bietet?

Der dritte Abend (09.03.26) ist überschrieben: Gemeinden im Aufbruch - Glaube / Kirche neu gelebt - mit Dr. Benjamin Stahl und Marlen Rüdiger (Großharthau) sowie Norman Reitner (Dresden). Sie berichten über ermutigende kirchliche Projekte, die Hoffnung und Zukunft stiften.

Zum Abschluss (16.03.26) wird zu einem Filmabend eingeladen.

Das Fastenzeitseminar wird vom ev.-luth. Kirchenbezirk Bautzen-Kamenz, dem röm.-kath. Dekanat Bautzen und dem sorbischen Cyrill-Methodius-Verein veranstaltet und findet als öffentliches Forum in der St. Benno-Kirche und der Remise (Filmabend) in Schmochtitz statt - es wird gefördert von der Katholischen Erwachsenenbildung Sachsen mit Mitteln des Freistaates Sachsen.

Der Eintritt ist frei – um Spenden wird gebeten.


.Filmabend

Für Montag, den 23. Februar 2026, 19 Uhr, lädt der Ökumenische Domladen zum nächsten Filmabend ein. Es wird der Spielfilm „Die leisen und die großen Töne“, ein Film von Emmanuel Courcol (Frankreich 2024), gezeigt.

Thibaut ist ein berühmter Dirigent, der die Konzertsäle der ganzen Welt bereist. In der Mitte seines Lebens erfährt er, dass er adoptiert wurde und dass er auch einen jüngeren Bruder hat, Jimmy, der in einer Schulküche arbeitet und Posaune in der Blaskapelle einer Arbeiterstadt spielt. Die beiden Brüder könnten unterschiedlicher nicht sein. Nur in einer Sache sind sie sich einig: ihrer Liebe zur Musik.

Der Film absolviert ein melodramatisches Pensum in Windeseile, um sich sodann Zeit nehmen zu können für eine berückende Studie über Verwandtschaft. Sie wird im konkreten Sinne einnehmend verhalten gespielt und ist im übertragenen eine vielschichtige Erfahrung, weil er die proletarische nie gegen die großbürgerliche Musikpraxis ausspielt, kann das widerspenstig triumphale Finale zu deren gemeinsamen Kern vordringen: der Freude.

Was der Film zeigt, ist keine Tragödie über soziale Ungerechtigkeit, sondern eine ab und an melancholische Utopie zum Genießen, mit richtig guter Musik: von Jazz, Volkslied, französischem Chanson bis hin zu Mahler-Symphonien, eben "leise und große Töne". Für Musikfans ein Muß, für alle anderen ein schönes französisches Drama voller Melancholie und Humor.

Ort:       Ökumenischer Domladen Bautzen, An den Fleischbänken 5, 02625 Bautzen
Wann:   Montag, 23. Februar 2026, 19 - 21 Uhr


.Bautzener Rede

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Bautzener Rede mit Dr. Rüdiger Maas: „Die politische Lebenswirklichkeit junger Menschen“

zu Gast ist: Dr. Rüdiger Maas
Ort:             Dom St. Petri
Wann:        Freitag, 6. Februar 2026, 20 - 21.30 Uhr.


.Auftakt Literaturcafé 2026 am 21. Januar, 19 Uhr im Ökumenischen Domladen

Zu unserem ersten Literaturcafé sind Sie sehr herzlich am 21. Januar 2026, 19 Uhr in den Ökumenischen Domladen, An den Fleischbänken 5 eingeladen.

Mit Hilfe eines Romans werden wir ins barocke Sachsen des ausgehenden 17. Jahrhunderts entführt. Unter Kurfürst Johann Georg III. erhält die berühmte italienische Sängerin Mar­ga­rita Sa­li­cola ein Engagement am Dresdner Hof. Liebe, Leidenschaft, Intrigen und eine historisch belegte Ent­füh­rung der Primadonna, das sind die Stoffe, aus denen Romy Petrick einen spannenden Roman schreibt.

Die gebürtige Bautznerin Romy Petrick ist in unserer Region eher als Sängerin bekannt. Gleichzeitig ist sie Musikwissenschaftlerin und Autorin dieses unterhaltsamen Romans.


.Bautzner Reden mit Cathryn Clüver Ashbrook

Thema "Mut zur Partnerschaft - Europa und Amerika im Wandel"

Die „Bautzener Reden“ starten ins neue Jahr. Mit der deutsch-amerikanischen Politikwissenschaftlerin und USA-Expertin Cathryn Clüver Ashbrook ist am 9. Januar 2026 erstmals eine der profiliertesten transatlantischen Stimmen der Gegenwart zu Gast bei dem Gesprächsformat im Dom St. Petri.

In der 29. Veranstaltung der Reihe spricht sie zum Thema „Mut zur Partnerschaft – Europa und Amerika im Wandel“.

Organisiert werden die Bautzener Reden von der Initiative „Bautzen gemeinsam“ in Kooperation mit dem Ökumenischen Domladen.

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Der Vortrag steht im Kontext eines politisch und historisch besonderen Jahres. 2026 begehen die Vereinigten Staaten 250 Jahre amerikanische Demokratie, zugleich befindet sich Donald Trump im zweiten Jahr seiner erneuten Präsidentschaft.

Dieses Spannungsfeld aus demokratischem Jubiläum und aktueller politischer Entwicklung bildet den Ausgangspunkt für Clüver Ashbrooks Analyse der transatlantischen Beziehungen. Im Mittelpunkt ihres Beitrags steht die Frage, wie demokratische Institutionen in den USA zunehmend unter Druck geraten sind. Dazu zählen die systematische Schwächung der Gewaltenteilung, politische Einflussnahme auf Bildung und Medien, juristische Neuinterpretationen von Machtbefugnissen sowie die Einschüchterung politischer Gegner. Entwicklungen, die lange als unverbundene Einzelereignisse wahrgenommen wurden, erscheinen aus dieser Perspektive als Teil einer langfristig angelegten Strategie.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Europa. Clüver Ashbrook zeigt auf, dass autoritäre Muster nicht auf die Vereinigten Staaten beschränkt bleiben, sondern auch in europäischen Demokratien an Bedeutung gewinnen. Die verbreitete Annahme, liberale Demokratien seien von Natur aus stabil, verdecke zentrale Schwachstellen – insbesondere dort, wo Institutionen angreifbar, Bildungssysteme ungeschützt und öffentliche Debatten fragmentiert sind.

Cathryn Clüver Ashbrook ist eine deutsch-amerikanische Politikwissenschaftlerin und eine der führenden Expertinnen für transatlantische Beziehungen und US-Politik. Sie arbeitet seit August 2022 als Senior Advisor im Programm „Europas Zukunft“ der Bertelsmann Stiftung in Berlin und ist dort u. a. zuständig für Themen wie internationale Sicherheit, Wirtschafts- und Demokratieförderung sowie die Zukunft der transatlantischen Partnerschaft.

Zuvor hatte sie eine vielfältige internationale Karriere: Sie begann 1999 als Korrespondentin für CNN, war im Management des European Policy Centre in Brüssel und bei der Unternehmensberatung Roland Berger tätig und leitete über ein Jahrzehnt das Future of Diplomacy Project an der Harvard Kennedy School, das sie mitbegründete. Außerdem war sie Direktorin und CEO der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP).

Clüver Ashbrook ist regelmäßig in Fernsehen, Hörfunk und in führenden internationalen Medien wie New York Times und Washington Post präsent und gilt als gefragte Kommentatorin aktueller außen- und sicherheitspolitischer Entwicklungen.

Weitere Informationen zu den Bautzener Reden, eine Übersicht über bisherige Rednerinnen und Redner sowie zahlreiche Veranstaltungen als Podcast finden Sie unter www.bautzen-gemeinsam.de.

Der Dom St. Petri ist beheizt.

Veranstaltungsdaten:
Datum: Freitag, 9. Januar 2026
Ort: Dom St. Petri in Bautzen
Uhrzeit: 19 Uhr, um 18 Uhr findet bereits das allwöchentliche Friedensgebet statt.
Eintritt: frei